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Mittwoch, 22. Januar 2014

"Der Mann, der zuviel wusste" / "The Man Who Knew Too Much" [USA 1956]


Unter Tränen aufgequollen und voller schwindelerregender Hoffnung schmettert Doris Day den Gefühlsfetzen "Que Sera, Sera" am Flügel rauf und runter, bis ein Pfeifen ertönt, ein erlösendes, reinigendes Lebenszeichen ihres entführtes Sohnes (Christopher Olsen). Mehr als die vorangegangene überkandidelte Sequenz in der Albert Royal Hall, bei der ein richtungsweisender Beckenschlag Leben verändert und auslöscht, hypnotisiert im erneuten Aufschlag des Mannes, der aufgrund seines Wissens mundtot gemacht wird, vielmehr die augenscheinlich geistige, emotionale Verbundenheit zwischen Mutter und Sohn, wohingegen der Vater (James Stewart als zum Klischee gebogener Normalo mit der Hand im Löwenmaul) den Fluch und Segen von klassischen Hitchcock-Treppengeländern zu spüren bekommt. In einer praktisch exakten Nachbildung des artistischen Höhepunktes aus "Berüchtigt", nur die Figurenkonstellation divergiert, muss das gesprochene Wort absichtlich ein Gedanke bleiben, um seine eigene Haut zu retten. Das Tempo ist unauffällig, Spannung spärlich, Figuren zumeist eindimensional skizziert (beklemmend trotzdem: wie Lucy Drayton, von Brenda de Banzie glaubwürdig dargestellt, ihre mütterliche Menschlichkeit wiederentdeckt) – viel lässt sich über "Der Mann, der zuviel wusste" (1954) sonst nicht sagen, viel Aussagekräftiges, das es in dieser oder jener Form nicht auch schon in der gebündelten Frühversion der Handlung gegeben hätte. Arm an großen Momenten, behütet das Remake allerdings bombastische, bühnengerechte Ab- und Ausschweifung.

6 | 10

Montag, 7. Oktober 2013

"Über den Dächern von Nizza" / "To Catch a Thief" [USA 1955]


"Über den Dächern von Nizza" nimmt den Platz jener Ausnahme-Hitchcocks ein (ein anderer Verwandter: "Immer Ärger mit Harry"), denen man partout nicht böse sein sollte. Die Seele baumeln, im Sandstrand räkeln, die Perlen des Meerwassers auf der gebräunten Haut glitzern sehen – für einen Krimi ist Hitchcocks entkrampfter Postkartenclip zu schwerfällig auf seine paradiesische Bilderabfolge fokussiert, für eine strahlende Romanze hingegen zu kühl wie der Windstoß während einer auf den Hotelzimmerbalkon verlegten, nächtlichen Zigarettenpause. Also was ist nun mit "Über den Dächern von Nizza"? Gar nichts. Zu knuddelig, zu entspannt der Gegenwart entflohen ist dieser Film, als dass man sich seiner ebenso gelösten, regenerierenden Intensität wie französisch angehauchten Akkuratesse gänzlich entziehen könnte. Da sind die Head-Kostüme (extravagant im Maskenfinale kollidierender Identitäten), die gravitätischen Burks-Fahraufnahmen, die sexuell chiffrierten Zweideutigkeiten, der Feuerwerkskuss, die wie ausgeschnitten wirkende Steinarchitektur "wilder Renaissance", die knalligen Farbtableaus und der kultivierte, verhängnisvoll in falsche Schubladen hineingeschobene Welten- und Dachbummler (Cary Grant), dessen Geliebte (dickköpfig-fesch: Grace Kelly) erstmalig darauf vertrauen kann, vom Herz denn Geld erobert worden zu sein. Halb hässlich durchschimmernder Studiofilm (die Rückprojektionen… oh, die Rückprojektionen), halb neckische Liebestollerei, hält "Über den Dächern von Nizza" Sätze für die holzgetäfelte Willkommenstür bereit. Geld verdirbt jeden. Wir alle sind Diebe. 

6 | 10

Montag, 12. Januar 2009

"Das Fenster zum Hof" / "Rear Window" [USA 1954]


Bereits 1948 ließ sich Alfred Hitchcock auf ein filmisches Experiment ein. Nämlich mit seinem lediglich etwas über 70 Minuten dauernden Kammerspiel "Cocktail für eine Leiche", der nur geschnitten wurde, wenn es aufgrund der seinerzeit begrenzten Filmrollen der Kameras unbedingt erforderlich war. Jedoch an für den Zuschauer kaum wahrnehmbaren, "unsichtbaren" Stellen, sodass sich der Anschein herauskristallisiert, dass der Film aus einer einzigen Kamerafahrt bestehe. So wurde "Cocktail für eine Leiche" letztlich zwar kein enormer Kassenschlager, seine visuelle Eingängigkeit in Verbindung mit einem ebenso markanten narrativen Konzept kann man ihm dennoch nicht absprechen, was zudem impliziert, dass dem Altmeister, der einen handwerklich nahezu neuen Weg beschritten, diesen auch bravourös gemeistert hat. Sieben Jahre später geht Hitchcocks besonderes Rezept, seine Handlung in einem verhältnismäßig kleinen Raum auszubreiten und die Konstellation der Figuren aufs Minimalste zu beschränken, in die nächste Runde. "Das Fenster zum Hof" heißt er, dieser formal einmal mehr ganz und gar auffallende Kandidat, bei dem sich der "Master of Suspense" auf eine äußerst geistreiche Geschichte stützt und zugleich die konventionellen Sehgewohnheiten des Zuschauers ad absurdum führt.

In Hitchcocks Film ist die Rahmenhandlung – nach einer Kurzgeschichte von Cornell Woolrich, dessen erzählerische Vignetten allerdings um einiges ausgebaut wurden – von einem an den Rollstuhl gefesselten Fotografen, der seine Freizeit damit verbringt, seine wohlgesonnene Nachbarschaft explizit unter die Lupe zu nehmen, auf den ersten Blick sicherlich das Ergebnis eines simpel gestrickten Plots. Doch John Michael Hayes' Script und Hitchcocks professionelle Regie lassen die Gesamthandlung sukzessive in einem ganz anderen Licht erscheinen, ist sie doch in Wirklichkeit vielschichtig und offenbart unter der scheinbar klassischen Detektivstory ein überraschend hohes Maß an Komplexität. In erster Linie ist "Das Fenster zum Hof" eine psychologisch mehrdimensionale Studie über Liebe, über die unersättliche Gier unserer Augen, über die Frage nach der Funktionalität einer möglichen Ehe zweier völlig unterschiedlicher Individuen mit völlig unterschiedlichen moralischen Auffassungen vom Leben, aber auch ein mehrschichtiges Essay über das Sehen und Gesehenwerden, den Voyeurismus als solches. Denn Hitchcock erweckt den heimlichen Voyeur in uns allen, indem er uns per Kameraauge intensiv an der Handlung teilnehmen lässt und uns schlussendlich genauso hilflos macht wie den Protagonisten L. B. "Jeff" Jefferies (obsessiv idealistisch: James Stewart).

Aus diesem Grunde verführt uns quasi der Regisseur. Der Zuschauer starrt genauso enthusiastisch auf diesen Mikrokosmos von Hinterhof wie Jeff. Der gefesselte Fotograf fungiert somit als Stellvertreter für den Kinozuschauer. Wir sehen alles, was Jeff sieht. Wir sind aber auch gleichermaßen hilflos wie der Protagonist, wir können nicht eingreifen, wenn es zu ausweglosen Extremsituationen kommt, so wie jene, in der Lisa (edel und engelshaft: Grace Kelly) in die Wohnung des verdächtigten Mr. Thorwald (bärbeißig: Raymond Burr) einbricht, um mit Beweisen herauszukommen, der Verdächtige jedoch früher nach Hause kommt, als vorher angenommen. Und nichtsdestotrotz befreit Hitchcock den heimlichen Voyeur in uns, denn wir sind wie der Fotograf neugierig und können unsere Augen nicht von diesen zwielichtigen Gestalten, schon gar nicht von Mr. Thorwald, lassen, zu groß ist die Versuchung, zu klein, um wegzuschauen.


Und was sehen wir da? Blicke, Reaktionen. Hitchcock analysiert sie, seziert die unterschiedlichsten Verhaltensweisen. De facto zieht er den Betrachter des Films unmittelbar in dessen Handlung ein, ohne dass der Zuschauer dabei einen Informationsvorsprung gegenüber Jeff hat. Alles was er weiß, was er mutmaßt und was er nicht sieht, ist auch bei uns – den Zuschauern – so. Und wir steigern uns schlussendlich ähnlich rein wie Jeff. Selbst unser Interesse für diverse andere Personen schwindet immer mehr. Die möglicherweise tote, unbekannte Frau erscheint uns mehr und mehr wichtiger als die bekannten Lebenden. Wir wollen mit aller Macht, dass Mr. Thorwald tatsächlich der Mörder ist. Eine harmlose Erklärung für die Geschehnisse würde uns und Jeff dagegen enttäuschen.

Verpackt in intelligenten, gleichwohl unideologischen sowie ungemein fesselnden Krimi mit einer Vielzahl an Wendungen, zudem in Sachen Konstruktion, Dramaturgie und Atmosphäre verblüffend austariert, ist "Das Fenster zum Hof" vor allem eines: spannend. Und heiter. Denn "Das Fenster zum Hof" versprüht wie die Mehrzahl der Filme aus dem Schaffenswerk Hitchcocks einen angenehm komödiantischen Touch. Doch keineswegs mit Hilfe albernen, platten Slapsticks, sprich dem Holzhammer. Das Drehbuch driftet stattdessen in sarkastische und gar zynische Töne ab. Die Geschichte spielt im warmen Sommer, alle Türen und Fenster sind geöffnet, aus denen leichte Musik erklingt. Wir sehen, auch innerhalb der Innenhofkulisse, ruhelose Menschenmassen in ihrer Lebensvitalität. 

Dank Hitchcock, dank seiner akribischen Detailverliebtheit, werden wir jedoch keinesfalls Zeuge, wo die Menschen genau wohnen, wir bekommen eher einen interessanten Einblick in das Privatleben derer; all' ihre Schwächen, ihre Geheimnisse, ihre Indiskretionen werden uns (schamlos) nähergebracht. Dort leben alte und junge Leute, aber auch einsame Leute, beispielsweise in Gestalt eines bildschönen Mädchens, eines erfolglosen Künstlers oder einer lethargischen und – so scheint es jedenfalls – suizidgefährdeten Dame, die die Liebe ihres Lebens vergeblich findet.


Ungeachtet dessen liegt der Fokus der hiesigen Nachbarschaft nicht nur auf dem Alleinsein als solches, denn laut Hitchcock ist es hauptsächlich das zentrale Motiv der Liebe, das hier aufgegriffen wird. Wenn man genau hinschaut, erweist sich das als richtig. Da ist das junge Liebespaar, frisch verheiratet, das ständig miteinander schläft – sehr zum Leidwesen des Ehemannes. Da begegnen wir dem ältesten Ehepaar, das ihre Liebe ihrem kleinen Hündchen widmet, da ist die attraktive Tänzerin, die von einer Vielzahl an attraktiven Männern umgeben ist, letztendlich aber auf ihren kleinen, von Schönheit gänzlich befreiten Freund wartet. Da ist der Pianist, der durch ein eigenkomponiertes Lied die Aufmerksamkeit einer weiteren Person, der oben erwähnten, verlorenen Dame "Miss Lonely Hearts", erweckt. Und natürlich sind da Jeff und Lisa.

Jeff und Lisa. Das sind die beiden Protagonisten, die "Das Fenster zum Hof" auf eine andere Ebene heben. Auf eine deutlich nachdenklichere. Denn wie in anderen Filmen des Meisterregisseurs geht es auch hier nicht vordergründig um einen vermeintlichen Mord und dessen Aufklärung, sondern vor allem um zwischenmenschliche Beziehungen. Jeff ist unschlüssig, ob er mit Lisa eine Beziehung eingehen will. Immerhin sind das zwei Paar Schuhe. Eine junge und schöne Frau mit dem Hang zur neuesten Mode, die jeden Tag ein neues Kleid trägt; eine Dame von reichem Hause. Und die in ihrem Jeff den Mann ihres Lebens gefunden zu haben scheint, nach Liebe dürstend. Auf der Gegenseite ein Fotojournalist, der in alle Herren Länder reist, der fast tagtäglich sein Leben aufs Spiel setzt, der mit den haarsträubendsten Situationen fertig werden muss. So was kann doch nicht wirklich funktionieren, oder?

Hitchcock stützt sich auf keine eindeutige Antwort, er differenziert die These in argumentativen Dialogen zwischen Jeff und Lisa. So verhält es sich gleichfalls mit der Frage, ob es moralisch richtig ist, seine Nachbarn derart pathologisch zu beobachten, auch wenn dabei ein Mörder entlarvt werden kann. Und dann ist da noch der Subplot mit dem Detektiv (kein Cognacschwenker: Wendell Corey). Eine tendenziell anachronistische Randbeobachtung, die sich damit beschäftigt, dass sich Jeff alles einbildet. Tom Doyle, dieser Detektiv, ist zwar sein Freund, kann ihm aber aufgrund der Rechtslage nicht weiterhelfen, ja, er hat für alles eine sogar mehr oder weniger plausible Erklärung. Jeffs Vermutungen findet er dagegen lächerlich, sodass der Fotograf den Fall allein, auf nicht gerade legale Weise aufklären muss, am Ende jedoch für seine Neugierde (symbolisch) bestraft wird (obgleich er auch getötet hätte werden können; der Film übt trotzdem keine wesentliche Kritik am Belauschen anderer, sondern überspitzt, nicht nur ausschließlich in Form des bissigen Kontrapunktes Thelma Ritter, die Konsequenzen).

7 | 10

Montag, 20. Oktober 2008

"Immer Ärger mit Harry" / "The Trouble with Harry" [USA 1955]


Für nicht wenige Menschen würde der unerwartete Fund einer Leiche womöglich schwere seelische Schäden nach sich ziehen, vielleicht sogar dafür sorgen, dass man für absehbare Zeit nicht mehr Herr seiner Sinne sein kann. In Alfred Hitchcocks Krimikomödie "Immer Ärger mit Harry" verhält es sich hingegen anders, ein wenig "exotischer". Basierend auf Jack Trevor Storys Roman, war "Immer Ärger mit Harry" ein filmisches Experiment seines Regisseurs, um hauptsächlich zu beobachten, wie das Publikum auf besonders schwarzen, englischen Humor reagiert, der in der Handlung als wichtigstes Stilmittel verankert ist. "Nicht sonderlich umwerfend", würde sich bald herausstellen, schließlich wurde der Film von den Medien und den Zuschauern gnadenlos zerrissen und ging somit recht schnell unter. Zu Unrecht – wie im Falle des Meisterwerks "Vertigo", das erst Jahre später seinen ihm zustehenden Ruhm erhalten sollte. Denn "Immer Ärger mit Harry" ist ein wahres Kleinod von einem Film. 

Er bringt insofern alles mit, was einen echten Hitchcock ausmacht, und doch ist er aufgrund einiger Konventionen, die der Regisseur ad acta legt, kein typischer Hitchcock und fällt demnach stark aus der Bahn. Anstatt auf obligatorische Suspense-Elemente, darunter Thrill und die Suche nach einem Mörder, zurückzugreifen, lässt der Altmeister seine Protagonisten, die ausnahmsweise nicht nach Geld, Macht oder der Weltherrschaft streben, lieber reden und reden und reden. Statt einer düsteren, kalten und infernalischen Kulisse liegt der Fokus auf einem ländlichen Sommer-Idyll, das von Robert Burks entsprechend heiter, fröhlich und in herbstlichen Farben eingerahmt und zum Teil mit durchaus skurrilen Einstellungen veredelt wird. So verhält es sich zudem mit Bernard Herrmanns fröhlicher, durch und durch einladenden Partitur, die dem Charakter der bunten Landschaft in nichts nachsteht, und die den Anfang einer langjährigen, daher bedeutenden Zusammenarbeit mit dem Meisterregisseur markiert. Und doch ist "Immer Ärger mit Harry" etwas Besonderes. Im Kontext mit Hitchcocks Filmografie gar etwas Einzigartiges.

Das liegt in erster Linie an jenen Situationen, aus denen spezifische humoristische Einlagen hervorgehen. Makabre Situationen. Situationen, die von grotesken Wendungen leben. Man redet von einer Leiche, flucht und lästert über sie, wirft sie in die Badewanne, gräbt sie aus, nur, um sie im nächsten Augenblick wieder zu begraben, als sei es das Natürlichste auf der Welt. Von Trauer keine Spur. Das sind unter einem stets pragmatischen Blickwinkel liebevoll gezeichnete Situationen, die sich fernab etwaiger aufregender Weltereignisse abspielen. Getragen wird der Film neben diesen morbiden Vorgängen vor allem durch eine ungeheure Dialogvielfalt. Dialoge, die von sarkastischen Seitenhieben und zynischen, ja gar latent sexuellen Anspielungen gekennzeichnet sind. Zweifellos überrascht John Michael Hayes mit Hilfe eines jeden einzelnen, zugegebenermaßen trockenen Wortgefechts den Zuschauer, indem er die dadurch ungemein amüsant(er) werdende Handlung permanent in ein anderes Licht rückt.


Nur hier und da ist der aufkeimende Slapstick etwas zu viel (das Stolpern des Arztes), nur an dieser und an jener Stelle wirkt das Drehbuch zu konstruiert, was sich gerade im, obschon witzigen, Finale bemerkbar macht. Größte Sympathie findet sich aber definitiv in den Figuren wieder. Unmoralisch und beinah skrupellos hantieren sie mit dieser Leiche, plappern nebenbei gar über profanste Weltzusammenhänge. Über Harry, der einem in der Tat nichts als Ärger macht, aber auch über die landschaftliche Idylle, über Liebe und über menschliche Probleme. De facto aus der Zeit gefallene, sich um nichts kümmernde, kleine, jedoch bemerkenswert nette Zeitgenossen, die nicht zuletzt durch ein illustres Darstellerensemble glaubhaft funktionieren – darunter John Forsythe als hoffnungslos unbegabter und erfolgloser "Künstler" Sam Marlowe, Shirley MacLaine als betont attraktiv anzuschauende Jennifer Rogers oder der als Krönung fungierende Edmund Gwenn als im wahrsten Sinne des Wortes glückloser Capt. Albert Wile.

Letztendlich werden all' jene enttäuscht werden, die sich von "Immer Ärger mit Harry" den für den Filmemacher typischen Spannungsreißer versprechen. Doch weit gefehlt. Hitchcock schert sich diesmal nicht um psychologische Abgründe, Schrecken, Gewalt, Tod und Kampf. Er zerstört seinen ursprünglichen Plan und kehrt seine Technik mit erschreckender Leichtigkeit einfach um. Dabei ist eine höchst vergnügliche, unverwechselbar charmante und bissige, aber an keiner Stelle realistische Komödie vor malerischer, leicht surrealer Kulisse herausgekommen, die nur einen kleinen, eher sanften Krimianteil in sich trägt, deren Komik vorzugsweise dem Understatement entspringt und schlussendlich unterschätzt ist.

7 | 10