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Freitag, 9. Januar 2015

Die imposanten 7: Erstsichtungen 2014, Pech

  #7 
    »SILVER LININGS«    
»SILVER LININGS PLAYBOOK«
(USA 2012 | David O. Russell) 

KRITIK


#6
    »TABU - EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND TOD«    
»TABU«
(POR, D, BRA, F 2012 | Miguel Gomes) 


  #5
    »ESCAPE PLAN«    
(USA 2013 | Mikael Håfström) 


 #4
    »BEASTS OF THE SOUTHERN WILD«    
(USA 2012 | Benh Zeitlin) 


#3
    »MACHETE KILLS«    
(USA, RUS 2013 | Robert Rodriguez) 


#2
    »DAS BOURNE VERMÄCHTNIS«    
   »THE BOURNE LEGACY«   
(USA 2012 | Tony Gilroy) 


#1
    »TOTAL RECALL«    
(USA, CDN 2012 | Len Wiseman) 

Mittwoch, 31. Dezember 2014

10 Jahresstinker 2014

#10
    »GUARDIANS OF THE GALAXY«    
 (James Gunn) 

KRITIK

 
#9
»NIGHTCRAWLER - JEDE NACHT HAT IHREN PREIS«
(Dan Gilroy) 


#8
»WHO AM I - KEIN SYSTEM IST SICHER«
(Baran bo Odar)

KRITIK  


 #7 
»SNOWPIERCER«
»SEOLGUGYEOLCHA«  
(Bong Joon-Ho)
 

 #6
»DIE BÜCHERDIEBIN«
»THE BOOK THIEF«
(Brian Percival)



#5
    »SIN CITY 2: A DAME TO KILL FOR«    
»FRANK MILLER'S SIN CITY: A DAME TO KILL FOR«
(Frank Miller, Robert Rodriguez) 

KRITIK


#4
»DIE SCHÖNE UND DAS BIEST«
»LA BELLE & LA BÊTE« 
(Christophe Gans)


#3
     »MAGIC IN THE MOONLIGHT«     
(Woody Allen) 


#2
»SUNSHINE ON LEITH«
(Dexter Fletcher)


#1
»BAD NEIGHBORS« 
(Nicholas Stoller)

Mittwoch, 10. September 2014

"Sin City 2: A Dame to Kill For" / "Frank Miller's Sin City: A Dame to Kill For" [USA 2014]


[...] Dreimal. Dreimal eingepferchte Muster. Dreimal Tippen, dass der und der eh eines märtyrerhaften Todes sterben wird, indem er sich der Sozialunterschiede willen auflehnt. Abermals: fauchende Killer-Amazonen, abgewrackte Sittenwächter, neunmalschlaue Detektive. Alles beim Alten bei Robert Rodriguez. Sobald es die Geschichte nicht richtet, müssen es pralle Titten schaffen. Über pralle Titten braucht sich Eva Green keine Sorgen zu machen. In "Sin City 2: A Dame to Kill For" zieht sie einmal mehr blank, und Rodriguez wirkt wie vernarrt in ihre wollüstig eingeölten Kurven, den Arsch im Close-up, die Brüste hoheitsvoll darbietend, den nackten Körper beim Badespaß, immer wieder, den Sex getaucht in ätherische Jalousienschatten. Sie ist die dämonische Verführerin, die fleischliche, kreatürliche Femme fatale, verzehrend und tödlich, umringt von Dunst und begierigen Reizen. [...] Was ihre Kollegen, das übrige üppige Kulissenmaterial, nicht zu leisten imstande sind – ein fehlbesetzter Josh Brolin, der krampfhaft gegen sein Image des Schönwetterbuben spielt, eine Jessica "Scarface" Alba, die widerstrebend erheiternd gegen ihr Abonnement der Plastiktusse schießt, ein Joseph Gordon-Levitt und Mickey Rourke auf Mittagspausenmodus, ein Bruce Willis als einfältige Halluzinationsprojektion –, füllt sie aus. In einem Ensemble gravitätisch angekündigter A- und B-Stars schreiben ihr, der entzückendsten Neubesetzung, Rodriguez und Miller einige bezaubernde Szenen auf den, wortwörtlich, Leib, obwohl Sinnlichkeit und Künstlichkeit niemals ein langzeitiges Paar abgeben werden. [...]


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Donnerstag, 9. Juni 2011

In aller Kürze: "Four Rooms" [USA 1995]



Ähnlich wie einige ebenfalls zerstückelte und ohne einen erkennbaren roten Faden montierte Episodenübungen hängt auch in "Four Rooms" die Qualität der unterschiedlichen Beiträge maßgeblich davon ab, welcher Regisseur mit welchem (Stamm-)Kameramann mit welchem (Stamm-)Cutter die Fäden im Hintergrund zieht. In dieser unheimlich durchgeknallt-irrwitzigen Silvester-Freakshow anarchischer Zerstörungsorgien und Haken schlagender Absurdität geben sich gleich vier Handwerker die Ehre, wovon der eine gern Trash reanimiert und der andere geschwätzigen Nonsens postmodernisiert – vier exzentrische Filmemacher realisieren vier skurrile Ideen in vier Zimmern eines Hotels. Zusammengehalten, verklebt und von Katastrophe zu Katastrophe per Fahrstuhl eilend: Tim Roth, der den affektiven Jerry-Lewis-Slapstick-Verschnitt allerdings so künstlich-gezwungen spielt, dass sich sein unweigerliches Desinteresse als Hotelpage schnell auf den Zuschauer überträgt – uninteressanter und befremdlicher war Tim Roth nie. Während sich die erste geistlose Hexenepisode (Regie: Allison Anders) darin gefällt, schlechten Trash im Gewand infantiler Grafikspielchen sowie unerotischer Weiblichkeit in Verbindung mit einer vollbusigen Madonna zu verquicken, lässt das zweite Kapitel (Regie: Alexandre Rockwell) trotz eines mehr oder weniger bissige(re)n Humors (mehr Synonyme für des Mannes bestes Stück sind ganz sicher nicht möglich) im Grunde genauso die Chance verstreichen, einen brachialen Knalleffekt dem ganzen Schabernack einer irrtümlichen Verwechslungsklamotte überzustülpen (trotzdem sexy: Jennifer Beals). Das Kurzweilige und weniger Primitive kommt dann leider erst zum Schluss. Im Hotelzimmer #3 lässt Robert Rodriguez unnachahmlich augenzwinkernd, unübertroffen rasant und hochgradig bescheuert eine tote Nutte unterm Bett nach dreckigen Füßen stinken. Dabei soll Timothy, pardon, Ted (!) für zwei furchtbar unerzogene Kinder eines durchgestylten Mafiapärchens (El Mariachi: Antonio Banderas) den Milch und abgestandene Cracker bringenden Babysitter spielen. Geht natürlich schief: Das Zimmer geht schlussendlich in Flammen auf! Ein großer Spaß. Und Tarantinos Abschlussepisode ist gewohnt redselige Talkshow irgendwo zwischen Trivialität (die Tücken des Champagners) und Hitchcock ("Cocktail für eine Leiche"), eine einzige Plansequenz (Andrzej Sekula) mitten durch eine geräumige Penthouse-Wohnung, in der kurze Kameraschwenks auf die nächst gelegene Explosion der jeweiligen impulsiven Figur draufhalten, um im nächsten Moment wieder den durcheinander fabulierenden, besoffenen Tarantino höchstpersönlich in einer ironischen Doppelrolle als erfolgreicher Filmregisseur ins Zentrum einer makabren Wette zu rücken, die sich in ihrem Ausgang endlich einer scharfzüngigen Pointe bedient. Tarantino hat weitaus Originelleres geschrieben, ist jedoch mit seinem Busenfreund nichtsdestotrotz für die gerade so erträgliche Mittelprächtigkeit des Gesamtfilms verantwortlich, durch das ohnehin ein Hauch typischer Tarantino-Style weht – geschmackvolle Szenenwechsel, Kapiteleinblendung, Red-Apple-Zigaretten. Die zwei anderen Regisseure vor ihnen sollten zusammen mit ihrem Teddy hingegen für immer in ihre Zimmer eingeschlossen werden.

5/10

Mittwoch, 17. November 2010

"Predators" [USA 2010]



Die mittlerweile allseits beliebte, kommerzialisierte und niedere Unterhaltungsansprüche bedienende Filmikonen-Vergewaltigung, symptomatisch für das ebenso mittlerweile inflationäre Mehr, Mehr, Mehr eines subtilen wie spannenden Genreklassikers, das deshalb noch lange nicht zum Besser, Besser, Besser führen muss. Frage: Was will die dritte Bändigung des außerirdischen Jägers überhaupt sein? Ein Remake laut Bezug zum ersten "Predator" offensichtlich nicht. Für ein Sequel ist "Predators" dagegen zu bemüht im frechen Nachstellen einschlägiger "Alien"- und "Predator"-Zitate. Für etwas vollkommen Neues hingegen zu konsequent, immer gleiche Genre-Rezepte auszukochen. Tatsächlich ist Nimród Antals "Predators" nicht jugendfreies, von Schlamm, Matsch, Dreck bedecktes B-Krawallkino – laut, hektisch, hirnlos. Irgendwo zwischen "Lost" und "Apocalypse Now". Vor allem aber ein Film verschenkter Möglichkeiten, völlig verschenkter Leinwandstars (Danny Trejo, Laurence Fishburne) sowie gnadenlos verschenkter Drehbuchkniffe, um die Sci-Fi-Horror-Saga um einige neue Nuancen zu erweitern, anstatt altbekannte Predator-Eigenschaften und ihrer damit verbundenen Trophäenjagd aufzuwärmen. So suhlt sich der Film eigentlich über die ganze Zeit hinweg in fürchterlich geschnittener Action, dumm-dreisten Dialogen ("geiler Arsch"), ernst gemeinten Jäger-Gejagten-Metaphern, unfreiwillig komischen Twists (der Arzt) und beachtlichen Logikkratern, spult sein stilloses Programm ab, ohne jemals den Versuch zu wagen, ein ernsthaftes Bedrohungsszenario samt einer zum Überleben zwingend geeigneten Gruppendynamik aufzubauen. Und wer kam überhaupt auf die glänzende Idee, Milchbubi und Pianist Adrien Brody ins versiffte Schwarzenegger-Unterwäschekostüm zu stecken? Autsch.

2 | 10