Freitag, 19. Dezember 2014

"Bug" [USA 2006]


Draufgänger und Desperado William Friedkin, eine Koryphäe New Hollywoods, die ihre besten Zeiten bereits hinter sich zu haben scheint, ist frohen Mutes noch im Geschäft, ein Geschäft, ein Friedkin-Geschäft, das immer noch daraus besteht, einen unkommerziellen Krieg gegen sein Publikum zu führen, das sich freiwillig in die Hände eines zynischen Polemikers begibt. Mit "Bug" führt er die Konsequenz einer Philosophie fort, die keine Erwartungen weckt, sondern sie reihenweise zertrümmert – seine Filme sind Traum und Erwachen zugleich. Sie haben sich am Puls der Kontroverse eingenistet, an der Geilheit und unwiderstehlichen Anziehungskraft des Tabus.

Dass der Mann, ein Rentner und eine Spaßbremse, die Energie besitzt, einen durch den Minimalismus des Raumes erdrückenden, kammerspielartigen, streng durchkomponierten Stoff wie "Bug" umzusetzen, bedarf höchsten Respekt, denn "Bug", so schwer, haltlos und lästig sich der Film auch schauen, auch durchstehen lässt, so unnachahmlich roh, ehrfürchtig befreiend und bewundernswert empathisch (ja!) trägt Friedkin in giftigem Neonlicht neben bizarren Schmutz- und Hautwucherungen die Schutzmechanismen der Sitten und Moralitäten sowohl des Kinos als auch jener Figuren ab, die es oft zu asexuell, zu verklemmt, zu körperlos bevölkern. Und treiben.

Wenn sich Ashley Judd und Michael Shannon bis zur Unkenntlichkeit entblößen und ihre Wahnvorstellungen multiplizieren, dann entblößt Friedkin ein Kino von seinen Stoppschildern zur wahren Liebe zweier Kreaturen, die miteinander verschmelzen. Es gibt kein Halten mehr, "Bug" ist endgültig und ultimativ. Hintergründig ist er auch. In der paranoiden Allmacht der Schauspieler spiegelt sich Amerikas exorbitanter Verschwörungslobbyismus, dessen Maschinerie nach den Anschlägen auf das World Trade Center 2001 neu justiert wurde. Ab und zu zwinkert also dieser William Friedkin, aber man ist sich unsicher, ob er es ernst meint. Geändert hat sich wirklich nichts.

7 | 10

Mittwoch, 17. Dezember 2014

"Killer Joe" [USA 2011]


Abgeladen wird die tote Frau im Kofferraum auf einem Parkplatz wie ein Stück Fleisch. Kippe raus, Feuerzeug, Benzinspur, zündbereit. Die tote Frau, Mutter, gegrillt wird sie nahe eines Fresslokals. "BBQ" im Titel. Explosion. Job erledigt. Das sind William Friedkins Zynismen und Sadismen, beißend und irgendwie auch ekelhaft lustig. "Bug" war schrankenlose Ekstase, "Killer Joe" ist methodische Psychose, und doch gleichen sich beide Filme. Ihr auf wenige Lokalitäten proportionierter Erzählrahmen ist durchgeplant, das Weltbild fundamentalistisch, die Körper zu appetitanregend. "Killer Joe" spielt in einer furchtbaren Dimension jenseits der unseren und ist doch zu nah, um nicht vom Wahnsinn gepackt zu werden, aus dem dieser Film, eine herzensdumme, nach unzensiertem Fleisch lechzende, verruchte Exploitation-Satire, mitgerissen wird. Friedkin interessiert sich gewöhnlich für die soziopathischen Geschwüre einer zweiseitigen Ethik, deren Bewahrer ihre nichtmenschlichen Triebe mit der (Polizei-)Marke der Autorität überdecken. Hier fällt Matthew McConaughey diese Rolle zu: Taktvoll steigt er aus dem Wagen. Trunken vor brutaler Leidenschaft, quält er in einer genießerischen Engelsgeduld. "Killer Joe" schließlich studiert seine Klienten, wie sie, abstoßende Deppen, durch Habgier tot aufeinander gestapelt werden. Dass Geld verdirbt, verpackt Friedkin in ein elliptisch erzähltes Delirium, dessen Kraft aus der Vorhersage des Anschlags resultiert: Donner, Straßengrabenkreuze, Hühnerkeulen. Verlaufende Schminkstreifen, Tränen, Blut.

6 | 10

Sonntag, 14. Dezember 2014

Fernsehtipps Film (15.12. - 21.12.2014)


MONTAG, 15.12.2014

"Animal Kingdom" [00:05 Uhr, ARD]
(AUS 2010 | David Michôd)

"Ein ruhiges Leben" [00:09 Uhr, 3sat]
(I, F, D 2010 | Claudio Cupellini)

"Under Fire" [00:35 Uhr, NDR]
(USA 1983 | Roger Spottiswoode)

"Die zwölf Geschworenen" [01:55 Uhr, ARD]
(USA 1957 | Sidney Lumet)

"Hugo Cabret" [20:15 Uhr, Sat. 1]
(USA 2011 | Martin Scorsese)

"Endstation Sehnsucht" [20:15 Uhr, Arte]
(USA 1951 | Elia Kazan)

"Bullhead" [22:10 Uhr, Arte]
(B, NL 2011 | Michaël R. Roskam) 

"Safe House" [22:15 Uhr, ZDF]
(USA, SAFR 2012 | Daniel Espinosa)

"Nora" [23:40 Uhr, MDR]
(GB, F 1973 | Joseph Losey)

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DIENSTAG, 16.12.2014

"Rio Grande" [00:35 Uhr, HR]
(USA 1950 | John Ford)

"Merry Christmas" [20:15 Uhr, Servus TV]
(F, D, GB, B, RUM, N 2005 | Christian Carion)

"Gods and Monsters" [20:15 Uhr, ZDF Kultur]
(GB, USA 1998 | Bill Condon)

"Amityville Horror" [22:05 Uhr, ZDF Kultur]
(USA 1979 | Stuart Rosenberg)

"Die Frau des Leuchtturmwärters" [22:20 Uhr, Servus TV]
(F 2004 | Philippe Lioret)

"Female Agents - Geheimkommando Phoenix" [22:45 Uhr, Eins Fest.]
(F 2008 | Jean-Paul Salomé)

"Birdwatchers - Das Land der roten Menschen" [23:50 Uhr, WDR]
(I, BRA 2008 | Marco Bechis)

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MITTWOCH, 17.12.2014 

"Schattenwelt" [01:00 Uhr, Arte]
(D 2008 | Peter Jürgen Boock)

"An deiner Schulter" [01:05 Uhr, ARD]
(USA 2005 | Mike Binder)

"Die Dolmetscherin" [01:05 Uhr, ZDF]
(GB, USA, F, D 2005 | Sydney Pollack)

"Die Stunde des Wolfes" [20:15 Uhr, Arte]
(D 2011 | Matthias Glasner)

"Herzensbrecher" [22:25 Uhr, 3sat]
(CDN 2010 | Xavier Dolan)

"Ame & Juki - Die Wolfskinder" [22:35 Uhr, Arte]
(J 2012 | Mamoru Hosoda)

"Naokos Lächeln" [22:45 Uhr, RBB]
(J 2010 | Anh Hung Tran)

"Falling Down - Ein ganz normaler Tag" [22:45 Uhr, Kabel]
(USA 1993 | Joel Schumacher)

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DONNERSTAG, 18.12.2014

"Wild Things" [01:15 Uhr, Kabel]
(USA 1998 | John McNaughton)

"Hot Shots - Die Mutter aller Filme" [20:15 Uhr, Kabel]
(USA 1991 | Jim Abrahams)

"Hot Shots! Der 2. Versuch" [22:00 Uhr, Kabel]
(USA 1993 | Jim Abrahams)

"Tunesischer Frühling" [22:00 Uhr, Arte]
(F 2014 | Raja Amari) 

"Abbitte" [22:25 Uhr, 3sat]
(GB, F, USA 2007 | Joe Wright)

"Doktor Schiwago" [23:15 Uhr, SWR]
(USA, I, GB 1965 | David Lean)

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FREITAG, 19.12.2014

"Peter Pan" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1953 | Hamilton Luske, Clyde Geronimi, Wilfred Jackson)

"Der kleine Lord" [20:15 Uhr, ARD]
(GB 1980 | Jack Gold)

"Lost Highway" [22:15 Uhr, Servus TV]
(USA, F 1997 | David Lynch) 

"Die Tränen meiner Mutter" [23:00 Uhr, ZDF Kultur]
(D, ARG 2008 | Alejandro Cardenas-Amelio)

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SAMSTAG, 20.12.2014

"Three Kings" [01:35 Uhr, RTL II]
(USA, AUS 1999 | David O. Russell)

"Duell" [04:25 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1971 | Steven Spielberg)

"Loriots Pappa Ante Portas" [20:15 Uhr, NDR]
(D 1991 | Loriot)

"Beasts of the Southern Wild" [20:15 Uhr, Servus TV]
(USA 2012 | Benh Zeitlin)

"Stephen Hawking - Die Suche nach dem Anfang der Zeit" [21:55 Uhr, Servus TV]
(GB 2004 | Philip Martin)

"Terminator 2" [22:10 Uhr, Sat. 1]
(USA, F 1991 | James Cameron; Kinofassung?)

"Im Rausch der Tiefe" [22:20 Uhr, BR]
(F, USA, I 1988 | Luc Besson)

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SONNTAG, 21.12.2014

"Die Tür der Versuchung" [00:50 Uhr, RBB]

(USA 2004 | Tod Williams)

"Gejagt - Auf Leben und Tod" [01:20 Uhr, ARD]
(NZ, USA 2010 | Ian Sharp)

"Wiedersehen in Howards End" [20:15 Uhr, Arte]
(GB, J 1992 | James Ivory)

"City of Ghosts" [22:05 Uhr, Tele 5]
(USA 2002 | Matt Dillon) 

"Die Marx Brothers - Animal Crackers" [22:30 Uhr, Arte]
(USA 1930 | Victor Heerman)

"Basic Instinct" [22:35 Uhr, Sixx]
(USA, F 1992 | Paul Verhoeven)

"Liebe und andere Verbrechen" [23:45 Uhr, ARD]
(SRB, D, Ö, SLOWE 2008 | Stefan Arsenijevic)

rot: besondere Empfehlung vom Autor des Hauses; teils sehr selten oder gar erstmals im TV

Freitag, 12. Dezember 2014

"Armageddon - Das jüngste Gericht" / "Armageddon" [USA 1998]


[...] Seine Wirkung entfaltet "Armageddon" [...] energisch bei mir, [...] mich [...] inständig darüber zu freuen, trunkenen, dick und fett umrandeten Kitsch zu genießen, der für all jene verschlossen bleiben wird, der entweder ein Rationalist, ein Motorenliebhaber oder ein Türsteher ist. [...] Momente haben sich hier eingefunden und verewigt, irisierende Momente des Auteurs der Infantilität, die für mich ein Indikator dafür sind, dass der Film niemals sein B-Feuer verliert, sondern mit jeder Sichtung dem schlechten Geschmack grässlich schönere A-Seiten abgewinnt: Steve Buscemis Ritt auf dem Nuklearsprengkörper, Will Pattons Versöhnung mit seiner Ex, das Kennedy-Plakat nach der gelungenen Zivilisationsmission, der unzurechnungsfähige Wild-West-Russe (Peter Stormare) und die Übergabe des Bruce-Willis-Abzeichens an Billy Bob Thornton vor einem strahlenden Himmelsblau, das durch die Fanfarenstöße der Militärflugzeuge das Elementare der salbungsvollen Bay-Bekehrung zur Vaterlandsreligion bekanntlich ein letztes Mal hochgradig geschwollen unterstreicht. Aber wie abgöttisch brennend, wie flehentlich erstickend das alles, und wie glaubwürdig zur eigenen Verblödung stehend, die doch nur diese eine feuchtwarme Träne will. Was ihr aber gelingt. Mit Abzeichen und Fanfarenstoß. Ein Scheiß. Ein Meisterscheiß. [...]


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Mittwoch, 10. Dezember 2014

"Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" / "The Hobbit: The Battle of the Five Armies" [NZ, GB, USA 2014]


Wie mondän Drache Smaug (Benedict Cumberbatch spricht erneut mit magenermattend ausgehöhltem Bass) Seestadt attackiert. Ähnlich wie Smaug dürfte sich Peter Jackson auf seinen letzten, ihm aufgezwungenen "Hobbit"-Film eines millimeterdünnen, kindlich-kindischen Kinderbuchs gestürzt haben, rasend vor Erfüllungsfantasie. Der gefühlstiefe Fanatiker jener selig gut meinenden Flora- und Fauna-Saga "Der Herr der Ringe" ist über die Ziellinie gehetzt – die nächste Trilogie ist abgeschlossen. Peter Jackson, der mollige Geschichtenüberlieferer, wandelt sein Leben lang durch einen Ort. Wäre die Analogie zum bockigen Zwergenkönig und Retortenwahnsinnigen Thorin Eichenschild (Richard Armitage) aber hierbei nicht angebrachter? Beide wälzen sich in Gold. Es verschluckt sie, es bedeckt sie, es beruft sie fälschlicherweise zum König. Die Sadismen des Peter Jackson bangten einst um die großherzigen Charaktere Mittelerdes. Vor langer Zeit türmte sich ein (Abschieds-)Tableau neben das andere – keiner wollte das geistige Band zwischen Erzähler und Zuhörer kappen. Im letzten "Hobbit"-Film "Die Schlacht der fünf Heere" indes ist ein Abschied so viel wert, wie den Zuhörer dazu aufzufordern, endlich den Platz zu räumen. Und damit die Verbindung. Das Ende Smaugs, das Ende Eichenschilds, das Ende der Trilogie – was mag Peter Jackson wohl erzürnt haben, um Mittelerde, jetzt, hartnäckig lustlos zu kündigen? Gefühle als ausgetrunkene Stilbestätigung, sich der Schatzfarbe zu fügen? [...]


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Sonntag, 7. Dezember 2014

Fernsehtipps Film (08.12. - 14.12.2014)


MONTAG, 08.12.2014

"Rocky" [00:15 Uhr, RTL]
(USA 1976 | John G. Avildsen)

"Rekruten des Todes" [00:20 Uhr, ARD]
(F 2008 | Philippe Haïm)

"Die Ohrfeige" [01:00 Uhr, Tele 5]
(F, I 1974 | Claude Pinoteau)

"Tigerland" [03:55 Uhr, Pro 7 Maxx]
(USA 2000 | Joel Schumacher)

"Robin Hood, König der Vagabunden" [20:15 Uhr, Arte]
(USA 1938 | Michael Curtiz)

"Frida" [21:45 Uhr, 3sat]
(USA, CDN, MEX 2002 | Julie Taymor)

"Auf dem Weg nach Oregon" [21:55 Uhr, Arte]
(USA 2010 | Kelly Reichardt) 

"Bad Santa" [22:15 Uhr, Sat. 1]
(USA, D 2003 | Terry Zwigoff)

"Der Unbeugsame" [23:40 Uhr, Servus TV]
(USA 1984 | Barry Levinson)

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DIENSTAG, 09.12.2014

"Castaway - Die Insel" [01:35 Uhr, Servus TV]
(GB 1986 | Nicolas Roeg)

"Whale Rider" [20:15 Uhr, Servus TV]
(NZ, D 2002 | Niki Caro)

"Sade" [20:15 Uhr, ZDF Kultur]
(F 2000 | Benoît Jacquot)

"Kein Pardon" [21:55 Uhr, Eins Fest.]
(D 1993 | Hape Kerkeling)

"Jenseits der Stille" [22:05 Uhr, Servus TV]
(D 1996 | Caroline Link)

"Vidocq" [22:40 Uhr, Pro 7 Maxx]
(F 2001 | Pitof)

"Oz - Eine fantastische Welt" [22:45 Uhr, Super RTL]
(USA 1985 | Walter Murch)

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MITTWOCH, 10.12.2014 

"Agentenpoker" [00:25 Uhr, BR]
(USA 1980 | Ronald Neame)

"Miami Blues" [01:00 Uhr, 3sat]
(USA 1990 | George Armitage)

"The Tree of Life" [20:15 Uhr, Arte]
(USA 2011 | Terrence Malick)

"Am Ende einer Flucht - The Statement" [22:25 Uhr, 3sat]
(CDN, F, GB 2003 | Norman Jewison)

"Der Name der Rose" [23:15 Uhr, HR]
(D, I, F 1986 | Jean-Jacques Annaud)

"Süt - Milch" [23:20 Uhr, Arte]
(TRK, D, F 2008 | Semih Kaplanoglu)

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DONNERSTAG, 11.12.2014

"Der Grinch" [20:15 Uhr, ZDF NEO]
(USA 2000 | Ron Howard)

"Sommerspiele" [22:00 Uhr, Arte]
(CH 2011 | Rolando Colla)

"Die Dinge des Lebens" [22:25 Uhr, 3sat]
(F, I, CH 1970 | Claude Sautet)

"Au revoir, Taipeh" [23:15 Uhr, WDR]
(TAIW, USA, D 2010 | Arvin Chen)

"Mitte Ende August" [23:40 Uhr, Arte]
(D 2009 | Sebastian Schipper) 

"Zeiten des Aufruhrs" [23:45 Uhr, SWR]
(USA, GB 2008 | Sam Mendes)

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FREITAG, 12.12.2014

"Am Ende des Meeres" [01:05 Uhr, Arte]
(D, F, I 2007 | Nora Hoppe)

"Eine Frau sieht rot" [01:55 Uhr, ARD]
(USA 1976 | Lamont Johnson)

"Süßes Gift" [20:15 Uhr, Arte]
(F 2014 | Bernard Stora)

"Crimson Tide - In tiefster Gefahr" [20:15 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1995 | Tony Scott) 

"Der diskrete Charme der Bourgeoisie" [22:15 Uhr, Servus TV]
(E, I, F 1972 | Luis Buñuel)

"Das Mädchen und der Kommissar" [22:35 Uhr, 3sat]
(F, I 1971 | Claude Sautet)

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SAMSTAG, 13.12.2014

"Die Millionärin" [03:35 Uhr, 3sat]
(GB 1960 | Anthony Asquith)

"Psycho 2" [04:10 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1983 | Richard Franklin)

"Alles, was wir geben mussten" [20:15 Uhr, Pro 7]
(GB, USA 2010 | Mark Romanek)

"Die Legende von Bagger Vance" [20:15 Uhr, Servus TV]
(USA 2000 | Robert Redford)

"Charlie und die Schokoladenfabrik" [20:15 Uhr, Sat. 1]
(USA, GB 2005 | Tim Burton)

"Mary & Max" [22:30 Uhr, Servus TV]
(AUS 2009 | Adam Elliot)

"True Lies - Wahre Lügen" [22:35 Uhr, Sat. 1]
(USA 1994 | James Cameron)

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SONNTAG, 14.12.2014

"Irina Palm" [01:05 Uhr, RBB]

(B, D, LUX, GB, F 2007 | Sam Garbarski)

"Red River" [02:40 Uhr, ARD]
(USA 1948 | Howard Hawks)

"Amok - He Was a Quiet Man" [03:45 Uhr, 3sat]
(USA 2007 | Frank A. Cappello) 

"Total Recall" [20:15 Uhr, Pro 7]
(USA, CDN 2012 | Len Wiseman; Kinofassung)

"Ein Mann wird gejagt" [20:15 Uhr, Arte]
(USA 1966 | Arthur Penn)

"Aviator" [20:15 Uhr, Pro 7 Maxx]
(USA, D 2004 | Martin Scorsese)

"The Limey" [22:25 Uhr, Tele 5]
(USA 1999 | Steven Soderbergh)

"Vier im roten Kreis" [23:20 Uhr, BR]
(F, I 1970 | Jean-Pierre Melville)

"Amistad" [23:35 Uhr, Pro 7 Maxx]
(USA 1997 | Steven Spielberg)

rot: besondere Empfehlung vom Autor des Hauses; teils sehr selten oder gar erstmals im TV

Montag, 1. Dezember 2014

Gesehenes - November 2014


"Girls" //7
(USA 2013 | Season 2; DVD)

"Boardwalk Empire" //8; Komplettserie: //7.5
(USA 2014 | Season 5)

"Suspiria" //7
(I 1977 | Dario Argento; DVD)

"Inferno" //6
(I 1980 | Dario Argento; Blu-ray)

"Tenebre" //7
(I 1982 | Dario Argento; YouTube)

"Phenomena" //5
(I 1985 | Dario Argento; Director's Cut/DVD)

"Das Phantom der Oper" //6
(I, UNG 1998 | Dario Argento; DVD)

Kurzfilm: "The Trip to Squash Land" //5
(DK 1967 | Lars von Trier; YouTube)

Kurzfilm: "A Flower" //5
(DK 1971 | Lars von Trier; YouTube)

Kurzfilm: "Nocturne" //5
(DK 1980 | Lars von Trier; YouTube)

"The Element of Crime" //5
(DK 1984 | Lars von Trier; TV)

"The Five Obstructions" //4.5
(DK, B, CH, F 2003 | Lars von Trier, Jørgen Leth; TV)

"Sie küssten und sie schlugen ihn" //6
(F 1959 | François Truffaut; TV)

Kurzfilm: "Antoine und Colette" //7
(F 1962 | François Truffaut; TV)

"Die letzte Metro" //6
(F 1980 | François Truffaut; TV)

Dokumentation: "François Truffaut - Vom Kino besessen" //5
(F 2014 | Alexandre Moix; TV)

Kurzfilm: "Truffaut hier und heute" //5
(F 2014 | Axelle Ropert; TV)

"Der Himmel über Berlin" //6
(D, F 1987 | Wim Wenders; DVD)

"In weiter Ferne, so nah!" //6
(D 1993 | Wim Wenders; DVD)

"Palermo Shooting" //3
(D, I 2008 | Wim Wenders; DVD)

"Barton Fink" //7
(USA, GB 1991 | Joel Coen, Ethan Coen; DVD)

"The Man Who Wasn't There" //4.5
(USA 2001 | Joel Coen, Ethan Coen; TV)

"A Serious Man" //6
(USA 2009 | Joel Coen, Ethan Coen; Blu-ray)

"Ein Engel an meiner Tafel" //6
(NZ, AUS, GB 1990 | Jane Campion; Blu-ray)

"Das Piano" //6
(AUS, NZ, F 1993 | Jane Campion; TV)

Kurzfilm: "Brutal Relax" //5
(E 2010 | Adrián Cardona, David Muñoz; YouTube)

Kurzfilm: "Fist of Jesus" //5
(E 2012 | Adrián Cardona, David Muñoz; YouTube)

"Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123" //4
(USA 1974 | Joseph Sargent; TV)

"Shining" //7
(GB, USA 1980 | Stanley Kubrick; US-Fassung/Blu-ray)

"The Specialist" //6
(USA, PERU 1994 | Luis Llosa; Verleih-DVD)

"The Replacement Killers" //4
(USA 1998 | Antoine Fuqua; Extended Cut/Verleih-Blu-ray)

"Wolfsburg" //7
(D 2003 | Christian Petzold; Netzkino)

"Synecdoche, New York" //7
(USA 2008 | Charlie Kaufman; DVD)

"Die Frau, die singt - Incendies" //6
(CDN 2010 | Dennis Villeneuve; TV)

"Aurora" //6
(BUL, RUM, F, CH, D 2010 | Cristi Puiu; TV)

"Polizeiruf 110: Cassandras Warnung" //7
(D 2011 | Dominik Graf; TV-Fassung/TV)

"Play" //7
(S, F 2011 | Ruben Östlund; TV)

"Le Havre" //4
(FIN, F, D 2011 | Aki Kaurismäki; TV)

"Poliezei" //6
(F 2011 | Maïwenn Le Besco; TV)

"Captive" //6
(F, D, PHIL, GB 2012 | Brillante Mendoza; TV)

"In ihrem Haus" //7
(F 2012 | François Ozon; TV)

"Tabu" //4
(POR, D, BRA, F 2012 | Miguel Gomes; TV)

"Zulu" //4.5
(F, ZA 2013 | Jérôme Salle; Verleih-DVD)

"The Zero Theorem" //5
(GB, RUM, F, USA 2013 | Terry Gilliam; Kino)

"Magic in the Moonlight" //2
(USA 2014 | Woody Allen; Kino)

"Interstellar" //6
(USA, GB 2014 | Christopher Nolan; Kino)

Sonntag, 30. November 2014

Fernsehtipps Film (01.12. - 07.12.2014)


MONTAG, 01.12.2014

"Intime Fremde" [00:20 Uhr, ARD]
(F 2004 | Patrice Leconte)

"Geraubte Küsse" [00:35 Uhr, Tele 5]
(F 1968 | François Truffaut)

"Der Meineidbauer" [21:00 Uhr, HR]
(BRD 1956 | Rudolf Jugert)

"Good Will Hunting" [22:25 Uhr, 3sat]
(USA 1997 | Gus Van Sant)

"Higanjima - Insel der Vampire" [22:40 Uhr, Tele 5]
(KOR, J 2009 | Tae-gyun Kim)

"Die Konsequenz" [23:35 Uhr, Eins Fest.]
(BRD 1977 | Wolfgang Petersen)

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DIENSTAG, 02.12.2014

"We Feed the World" [20:15 Uhr, 3sat]
(Ö 2005 | Erwin Wagenhofer)

"Akte X - Der Film" [20:15 Uhr, RTL Nitro]
(USA 1998 | Rob Bowman; Kinofassung)

"Die letzten Glühwürmchen" [21:30 Uhr, ZDF Kultur]
(J 1988 | Isao Takahata)

"Pelle, der Eroberer" [21:55 Uhr, Servus TV]
(DK, S 1987 | Bille August)

"Illégal" [22:45 Uhr, Eins Fest.]
(B, LUX, F 2010 | Olivier Masset-Depasse)

"Jin-Roh" [22:55 Uhr, ZDF Kultur]
(J 1999 | Hiroyuki Okiura)

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MITTWOCH, 03.12.2014 

"Cast Away - Verschollen" [20:15 Uhr, Kabel]
(USA 2000 | Robert Zemeckis)

"Der Tag wird kommen" [20:15 Uhr, Arte]
(F, B, D 2012 | Gustave de Kervern, Benoît Delépine)

"Löwenkäfig" [22:05 Uhr, Eins Fest.]
(ARG, KOR, BRA, E 2008 | Pablo Trapero)

"Me Too - Wer will schon normal sein?" [22:25 Uhr, 3sat]
(E 2009 | Antonio Naharro)

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DONNERSTAG, 04.12.2014

"Donoma" [00:10 Uhr, Arte]
(F 2010 | Djinn Carrénard)

"Patch Adams" [20:15 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1998 | Tom Shadyac)

"Rambo" [22:00 Uhr, VOX]
(USA 1982 | Ted Kotcheff) 

"Rumble Fish" [22:25 Uhr, 3sat]
(USA 1983 | Francis Ford Coppola)

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FREITAG, 05.12.2014

"Black Butterflies" [22:15 Uhr, Servus TV]
(D, NL, SAFR 2011 | Paula van der Oest)

"American Gangster" [22:35 Uhr, 3sat]
(USA 2007 | Ridley Scott)

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SAMSTAG, 06.12.2014

"Sanfte Augen lügen nicht" [00:15 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1992 | Sidney Lumet)

"Pesthauch des Dschungels" [01:00 Uhr, Servus TV]
(F, MEX 1956 | Luis Buñuel)

"Psycho" [04:00 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1998 | Gus Van Sant)

"Dogtooth" [22:00 Uhr, Eins Fest.]
(GR 2009 | Giorgos Lanthimos)

"Wie ein wilder Stier" [22:50 Uhr, Servus TV]
(USA 1980 | Martin Scorsese)

"Aufforderung zum Tanz" [23:35 Uhr, Eins Fest.]
(BRD 1977 | Peter F. Bringmann)

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SONNTAG, 07.12.2014

"Red Cliff" [00:20 Uhr, Sat. 1]

(CHINA 2008 | John Woo; Kinofassung)

"Ein Vogel auf dem Drahtseil" [00:45 Uhr, ZDF]
(USA 1990 | John Badham) 

"Das Boot" [01:25 Uhr, ARD]
(BRD 1981 | Wolfgang Petersen; Director's Cut)

"Eine Frau ist eine Frau" [02:45 Uhr, 3sat]
(F, I 1961 | Jean-Luc Godard)

"Flight" [20:15 Uhr, Pro 7]
(USA 2012 | Robert Zemeckis)

"Der 13te Krieger" [20:15 Uhr, RTL II]
(USA 1999 | John McTiernan)

"Hannah Arendt" [21:45 Uhr, ARD]
(D, LUX, F, ISR 2012 | Margarethe von Trotta)

"On the Road - Unterwegs" [22:10 Uhr, Tele 5]
(USA, F, GB, BRA, CDN 2012 | Walter Salles)

"Der Windhund" [23:00 Uhr, RBB]
(F 1979 | Georges Lautner)

"Mann unter Feuer" [23:10 Uhr, Pro 7]
(USA, GB 2004 | Tony Scott)

rot: besondere Empfehlung vom Autor des Hauses; teils sehr selten oder gar erstmals im TV

Freitag, 28. November 2014

"Guardians of the Galaxy" [USA 2014]


Hoch anzurechnen ist es diesem Retrofilm, dass er immerhin (verzweifelt) versucht, aus dem generischen Popcorn-Prozedere jenes zur festen Größe angewachsenen Marvel-Gesetzesentwurfs auszubrechen. Kassette rein, Musik an, tanzen, swingen, "awesome". Mit der postmodernen Brille und inflationär angespielten Popkrachern ergibt sich ein aufgetakeltes, zerfasertes Planetenpotpourri, erfrischend gestrig, ungemein haptisch, wohingegen eine zufällig zusammengewürfelte (Rebellen-)Truppe den mosernden Antihelden spielt, der sich gegen eine finstere Macht behauptet. Fehlen nur noch die Laserschwerter, fertig wäre die siebte Episode "Star Wars" von James Gunn. Diese aber vermeidet Ungezwungenheit, Wirbel. Warum sonst ist "Guardians of the Galaxy" durchkalkuliert geschwätzig? Des Films intergalaktische Attraktionen verglimmen angesichts des totgefilterten Dialograusches, der einen detailreichen Rettungsplan wieder und wieder vermittelt. Warum nicht einmal sich lediglich erschöpfen an leichtvitalem Abenteuerappetit (vgl. Joss Whedon)? Außerdem: Musste "Guardians of the Galaxy" selbstironisch sein, so selbstironisch? Wo jeder Gag ein Gag! sein muss, jede Pointe eine Pointe!, jede Verrücktheit gepriesen und jeder debile Kommentar ("GROOT!") presslufthammerhaft uns eingeimpft werden muss? James Gunn hatte das Pech, für Marvel zu arbeiten. Dies erlaubte ihm, neue Regeln zu definieren, aber auch alte unangetastet zu lassen: ein martialisches Finale, ein totenblasser Bösewicht, ein treudämlicher Gesichtselfmeter als Hauptdarsteller sowie durchweg verbratene Nebenstars (Glenn Close, Benicio del Toro). Viel lieber "Firefly".

4 | 10

Mittwoch, 26. November 2014

"Der Mann, der Liberty Valance erschoss" / "The Man Who Shot Liberty Valance" [USA 1962]


[...] Ingmar Bergman, François Truffaut und Martin Scorsese gehörten und gehören der großzügig prominenten Fangemeinschaft John Fords an. Wenngleich Ford, wie Truffaut schrieb, nie den Worten "Kunst" und "Poesie" traute, um eigenhändig seine Arbeit zu umschreiben, dürfte es den winzigen Moment eines Augenzwinkerns erfüllen, den (inflationären) Kunst- und Poesiestempel allein diesem schwindelerregend tiefschönen, reflexiven und gramgebeugten Werk "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" aufzudrücken, in dem John Wayne und James Stewart als Abgesandte im Duett ein Genre zweiteilen und es obendrein hinterfragen. Wahrscheinlich konnte John Ford als einer der wenigen Künstler simpel filmen, aber anspruchsvoll vermitteln. Ein im Lauf der Zeit verlottertes Credo, das andere, leider, zunehmend umdrehen. Aber wie handwerklich griffig und alarmierend mitmenschlich er James Stewart und Vera Miles arrangiert; ihr zugeworfener Blick, flüchtig, seiden, sein Tellerabwaschen, stockend, agil, weil die Bücher rufen, das Gesetz. Das bebt, seufzt, zittert. [...]. Auch das abgebrannte Haus des Freundes und Gefährten (Wayne), die mitgebrachte Rose, die keine richtige ist, die fetten Fleischstücke, die riesigen Kartoffeln, der sachte aufdämmernde Klageschwall [...] gebären, bei aller Liebe zum Neuen, Demut zum Alten.


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