Sonntag, 26. März 2017

Fernsehtipps Film (27.03. - 02.04.2017)


MONTAG, 27.03.2017

"Die Bankiersfrau" [01:10 Uhr, 3sat]
(F 1980 | Francis Girod)

"Mission: Impossible" [20:15 Uhr, Kabel]
(USA 1996 | Brian De Palma)

"Brothers" [20:15 Uhr, ONE]
(USA 2009 | Jim Sheridan)

"Die Piratenbraut" [20:15 Uhr, Arte]
(USA 1950 | Frederick De Cordova)

"Nelly & Monsieur Arnaud" [21:30 Uhr, Arte]
(F, I, D 1995 | Claude Sautet)

"Mad Max" [22:25 Uhr, Kabel]
(AUS 1979 | George Miller)

"More Than Honey" [22:25 Uhr, 3sat]
(CH, D, Ö 2012 | Markus Imhoof)

"Nicht dran denken" [23:05 Uhr, MDR]
(I 2007 | Gianni Zanasi)

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DIENSTAG, 28.03.2017

"Das Hausmädchen" [00:00 Uhr, WDR]
(KOR 2010 | Sang-soo Im)

"Fair Game" [00:00 Uhr, HR]
(USA, VAE 2010 | Doug Liman)

"Die Bourne Identität" [20:15 Uhr, RTL Nitro]
(USA, D, CZ 2002 | Doug Liman)

"Auf kurze Distanz" [22:10 Uhr, WDR]
(D 2016 | Philipp Kadelbach)

"Über Barbarossaplatz" [22:45 Uhr, ARD]
(D 2016 | Jan Bonny)

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MITWOCH, 29.03.2017

"Tutti giù - Im freien Fall" [00:00 Uhr, BR]
(CH 2012 | Nicola Perot, Lara Gut)

"Le Havre" [20:15 Uhr, Arte]
(FIN, F, D 2011 | Aki Kaurismäki)

"Ariel - Abgebrannt in Helsinki" [22:35 Uhr, Arte]
(FIN 1988 | Aki Kaurismäki)

"No Country for Old Men" [22:35 Uhr, Kabel]
(USA 2007 | Ethan Coen, Joel Coen)

"Punch Drunk Love" [23:30 Uhr, BR]
(USA 2002 | Paul Thomas Anderson)

"Nemesis" [23:45 Uhr, HR]
(D, I 2010 | Nicole Mosleh)

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DONNERSTAG, 30.03.2017

"Outbreak - Lautlose Killer" [20:15 Uhr, Kabel]
(USA 1995 | Wolfgang Petersen)

"Marvel's The Avengers" [20:15 Uhr, VOX]
(USA 2012 | Joss Whedon)

"Das Leben ist nichts für Feiglinge" [22:05 Uhr, Arte]
(D 2012 | André Erkau)

"Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte" [22:25 Uhr, 3sat]
(F, USA 2010 | Joann Sfar)

"Abschied" [22:45 Uhr, RBB]
(DDR 1968 | Egon Günther)

"American History X" [22:50 Uhr, Kabel]
(USA 1998 | Tony Kaye)

"Ursula" [23:35 Uhr, MDR]
(DDR, CH 1978 | Egon Günther)

"Meine Reise zum Dach der Welt" [23:35 Uhr, Arte]
(F 2012 | Joël Farges)

"Bis aufs Blut" [23:45 Uhr, SWR]
(D 2010 | Oliver Kienle)

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FREITAG, 31.03.2017

"Enemies Closer - Gefährlich nah" [00:20 Uhr, Tele 5]
(USA, CDN 2013 | Peter Hyams)

"Mission" [00:30 Uhr, RBB]
(GB, F 1986 | Roland Joffé)

"Die Frau mit Vergangenheit" [20:15 Uhr, Arte]
(F 2016 | Laurent Perreau)

"Shoppen" [21:15 Uhr, ONE]
(D 2006 | Ralf Westhoff)

"Polizeiruf 110: Smoke on the Water" [22:00 Uhr, ARD]
(D 2014 | Dominik Graf)

"Cocktail für eine Leiche" [23:35 Uhr, BR]
(USA 1948 | Alfred Hitchcock)

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SAMSTAG, 01.04.2017

"Befrei' uns von dem Bösen" [01:15 Uhr, ARD]
(DK, S, N 2009 | Ole Bornedal)

"Don Mariano weiß von nichts" [02:50 Uhr, ARD]
(I, F 1968 | Damiano Damiani)

"About Schmidt" [20:15 Uhr, Sat. 1 Gold]
(USA 2002 | Alexander Payne)

"Mord und Margaritas" [20:15 Uhr, ZDF NEO]
(USA, D, IRL 2005 | Richard Shepard)

"Lang lebe Ned Devine!" [20:15 Uhr, Servus TV]
(GB, IRL, F, USA 1998 | Kirk Jones)

"Am Sonntag bist du tot" [22:00 Uhr, Servus TV]
(IRL, GB 2014 | John Michael McDonagh)

"This Boy's Life" [22:35 Uhr, Sat. 1 Gold]
(USA 1993 | Michael Caton-Jones)

"Shanghai" [23:40 Uhr, ARD]
(USA, CHINA 2010 | Mikael Håfström)

"Gefährliche Freundin" [23:50 Uhr, Servus TV]
(USA 1986 | Jonathan Demme)

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SONNTAG, 02.04.2017

"The Purge - Die Säuberung" [01:00 Uhr, ZDF]
(USA, F 2013 | James DeMonaco)

"Das Kindermädchen" [03:10 Uhr, ARD]
(USA 1990 | William Friedkin)

"...denn sie wissen nicht, was sie tun" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1955 | Nicholas Ray)

"Camille Claudel" [20:15 Uhr, Arte]
(F 1988 | Bruno Nuytten)

"Need for Speed" [20:15 Uhr, Pro 7]
(USA 2014 | Scott Waugh)

"Küss' mich, Dummkopf" [21:45 Uhr, 3sat]
(USA 1964 | Billy Wilder)

"Der Exorzist" [22:00 Uhr, Tele 5]
(USA 1973 | William Friedkin; Director's Cut)

"Alien - Die Wiedergeburt" [22:40 Uhr, Pro 7 Maxx]
(USA 1997 | Jean-Pierre Jeunet; Kinofassung)

"Stirb Langsam 2" [22:50 Uhr, Pro 7]
(USA 1990 | Renny Harlin)

rot: besondere Empfehlung vom Autor des Hauses; teils sehr selten oder gar erstmals im TV

[Angaben ohne Gewähr]

Freitag, 24. März 2017

"Silence" [USA, GB, TAIW 2016]


Aus einem übergeordneten Blickwinkel heraus sind alle Filme Martin Scorseses theologisch. Theologische Konstruktionen, "sakrale Räume" (Georg Seeßlen). Manche weniger, manche mehr, manche motivisch, manche thematisch. "Silence", nach Jahrzehnten der Vorbereitung vollendet, kulminiert in dem Bestreben Scorseses, die unlösbaren Abwehrreflexe zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen fortan zu studieren, und wie das Göttliche nicht menschlich, das Menschliche nicht göttlich werden kann. Der Film erzählt über die Religion, anstatt, dass er eine materialistisch-urbane Interpretation theologischer Ikonografie liefert. Trotzdem – das "unauflösbare Dreieck von Ich, Welt und Gott", das Menschen schafft, die sich wiederum in "unauflösbaren Beziehungsfallen bewegen", "nach Gott rufen", aber "auf die Straße zurückkehren, um ihr Leben als 'Schauspiel vor dem Angesicht Gottes' zu führen", prägt ganz, ganz eindeutig Scorseses demütigsten, persönlichsten Film (obgleich alle Filme Scorseses freilich eine "magische Biografie" bilden). "Silence" ist der Versuch, dem Fanatiker zu widerstehen. Ihn zu verstehen, ohne ihm zu verzeihen. Nur aus dem Schaffenswerk eines Martin Scorsese konnte sich so ein Film herausschälen. 

Andrew Garfield spielt eindrucksvoll den Jesuiten Sebastião Rodrigues, der im von Christenverfolgungen heimgesuchten, daher buddhistisch verordneten Japan des 17. Jahrhunderts seinen Mentor Cristóvão Ferreira (Liam Neeson) sucht. In einem Land, dessen existenziellster Brennstoff ein unumwunden spiritueller ist, echot die Gefangenschaft der Scorsese-Heiligen (besser: Heiligwerdenden), in kulturellen, sozialen wie ästhetischen Strukturen hineingeboren worden zu sein, die einen ideologischen Ausbruchsversuch verunmöglichen. Sebastião Rodrigues' innere Überzeugung, den Welt- und Wertevorstellungsblick zu schärfen, mutiert zusehends von frohgemuter Empathie zu einem pathologischen Zorn, zu einer "Passion des Einzelnen", die "nirgendwo zu einer gesellschaftlichen Veränderung" hindeutet. Das Christentum hat es schwer in dieser Welt, was aber lange kein Grund ist, es zum Opfer zu verklären. Denn Scorseses feinsezierende Abtragung religiöser Inbesitznahme auf der einen wie auf der anderen Seite evoziert ein Grundinteresse an beiden Positionen. "Silence" gruppiert sich mit "Die letzte Versuchung Christi" und "Kundun": vordergründig erbauliche Kanzelreden, hintergründig säkulare Analysen.

Dieser "weltliche" Ansatz, akzentuiert in metaphorischen Dialogverkettungen, entfesselt eine "kleine" Wucht. Gewalt, bei Scorsese stets etwas Manisches, stets das letztmögliche Tor vor der Verdammnis "verfehlter Erlösung", kommt in diesem Werk nicht offen zum Tragen. Scorsese zeigt die Gräueltaten der Japaner – kochend heißes Wasser, das über den Körper ätzt, Schlammgruben, Enthauptungen – aus der Distanz, trist, lethargisch. Überhaupt nicht unkontrolliert, vielmehr meditativ und resignativ. Von Altersmilde keine Spur. "Silence" ist zornig, erfinderisch, neuerfinderisch gar. Wo in vielen anderen Scorsese-Filmen eine Ballung der Ereignisse das eigentliche Ereignis zu einem Mosaiksteinchen zermalmt, haben wir es hier mit einer Stauchung der Ereignisse zu tun. Die Reise des Sebastião Rodrigues ist eine gänzlich unaufgeregte, stoisch verschränkte. Und dieser Sebastião Rodrigues übernachtet unterwegs in bescheidenen Hütten, engen Kammern. Die räumliche Topografie – in ihrer asketischen Kargheit chiffriert sie eine Reise, die Exil, die Freiheitsentzug gleichermaßen bedeutet, in der Gewalt das Wort Gottes abschneidet. Kein anderer Scorsese-Film "erspürt" Gewalt wie dieser, indem er sie nie körperlich exakt nachempfindet.   

Welche Frage leitet aber Scorsese daraus ab? Und welche Lösung? Abgesehen von derjenigen des Scheiterns? Die Frage an sich ist paradox: Warum bekämpfen sich zwei Glaubensrichtungen, wenngleich sie sich über ihre Gemeinsamkeiten verständigen können? "Silence" spielt in keinem "sakralen Raum", sondern in einem ritualisierten Entgrenzungsraum, in dem der eine Glaube allein einen Dogmatismus beschwört, eine "Entgeistigung" seiner geistig zusammengescharten Anhänger. Zwischen Dogmatismus und Existenzialismus argumentiert "Silence" zwischen dem Geleiteten und Leitenden, und der Vorwurf, Scorsese singe ein christliches Hohelied, stimmt keineswegs. Rodrigues' christliche, anfänglich sicher hehre Mission, bei der Scorsese, einverstanden, krude Jesus-Parallelvergleiche bemühen muss, wandelt sich, wie sich ebenso der Protagonist wandelt, zu einer christlichen Annexion. "Silence" ist ein Film des Leidens, des Haltens, genau dort, wo der Halt entgleitet. Aber auch des Trotzes, der, erneut beim Anfang angelangt, Aussichtslosigkeit, sich weder als immanentes noch transzendentes Wesen bekennen zu können. Oder als Wesen, das mit "offenen Augen bete[n]" sollte, zu einer Religion der Disparität, zu einem Gott als Vermittler.       

7 | 10

Sonntag, 19. März 2017

Fernsehtipps Film (20.03. - 26.03.2017)


MONTAG, 20.03.2017

"Das weiße Band" [00:05 Uhr, ARD]
(D, Ö, F, I 2009 | Michael Haneke)

"Carriers" [00:35 Uhr, Pro 7]
(USA 2009 | David Pastor, Àlex Pastor)

"Julia's Eyes" [00:40 Uhr, 3sat]
(E 2010 | Guillem Morales)

"Der Fall Serrano" [20:15 Uhr, Arte]
(F 1977 | Georges Lautner)

"Die Hölle von Algier" [22:15 Uhr, Arte]
(F, I 1964 | Alain Cavalier)

"Cliffhanger - Nur die Starken überleben" [22:25 Uhr, Kabel]
(USA, I, F 1993 | Renny Harlin)

"17 Mädchen" [23:15 Uhr, NDR]
(F 2011 | Delphine Coulin, Muriel Coulin)

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DIENSTAG, 21.03.2017

"The Future" [00:00 Uhr, WDR]
(USA, D 2011 | Miranda July)

"Lollipop Monster" [00:15 Uhr, ZDF]
(D 2011 | Ziska Riemann)

"Das Ende der Geduld" [23:05 Uhr, ARD]
(D 2014 | Christian Wagner)

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MITWOCH, 22.03.2017

"Die Schlange im Regenbogen" [00:20 Uhr, RTL Nitro]
(USA 1988 | Wes Craven)

"Pain & Gain" [00:25 Uhr, Pro 7 Maxx]
(USA 2013 | Michael Bay)

"Maos letzter Tänzer" [00:45 Uhr, BR]
(AUS 2009 | Bruce Beresford)

"Die Zeit ohne Grace" [00:55 Uhr, ARD]
(USA 2007 | James C. Strouse)

"Der Mann ohne Vergangenheit" [20:15 Uhr, Arte]
(FIN, D, F 2002 | Aki Kaurismäki)

"Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel" [20:15 Uhr, Kabel]
(USA 1986 | Tony Scott)

"Demolition Man" [22:25 Uhr, Kabel]
(USA 1993 | Marco Brambilla)

"Liebe" [23:30 Uhr, BR]
(F, D, Ö 2012 | Michael Haneke)

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DONNERSTAG, 23.03.2017

"Im Keller" [00:10 Uhr, WDR]
(Ö 2014 | Ulrich Seidl)

"Von glücklichen Schafen" [21:55 Uhr, Arte]
(D 2014 | Kadir Sözen)

"Eine Dame in Paris" [22:25 Uhr, 3sat]
(F, B, EST 2012 | Ilmar Raag)

"Ayla" [23:15 Uhr, SWR]
(D 2010 | Su Turhan)

"Der Tag, als die Beatles (beinahe) nach Marburg kamen" [23:15 Uhr, HR]
(D 2005 | Michael Wulfes)

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FREITAG, 24.03.2017

"Coco Chanel & Igor Strawinsky" [00:00 Uhr, 3sat]
(F, J, CH 2009 | Jan Kounen)

"Chloe" [01:00 Uhr, RBB]
(USA, CDN, F 2009 | Atom Egoyan)

"Unter Haien in Hollywood" [03:10 Uhr, Tele 5]
(USA 1994 | George Huang)

"Jade" [22:35 Uhr, 3sat]
(USA 1995 | William Friedkin)

"Zombieland" [22:55 Uhr, Pro 7]
(USA 2009 | Ruben Fleischer)

"Fantomas bedroht die Welt" [23:35 Uhr, BR]
(F, I 1967 | André Hunebelle)

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SAMSTAG, 25.03.2017

"Jarhead - Willkommen im Dreck"
[00:50 Uhr, RTL II]
(USA, D 2005 | Sam Mendes)

"Real Steel - Stahlharte Gegner" [20:15 Uhr, Sat. 1]
(USA, IND 2011 | Shawn Levy)

"Der Vorleser" [20:15 Uhr, 3sat]
(USA, D 2008 | Stephen Daldry)

"Ein unmoralisches Angebot" [22:00 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1993 | Adrian Lyne)

"36 - Tödliche Rivalen" [22:15 Uhr, Servus TV]
(F 2004 | Olivier Marchal)

"Tequila Sunrise" [22:15 Uhr, Sat. 1 Gold]
(USA 1988 | Robert Towne)

"Heiße Nächte in L.A." [23:50 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1992 | John Nicolella)

"Open Range - Weites Land" [23:55 Uhr, ARD]
(USA 2003 | Kevin Costner)

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SONNTAG, 26.03.2017

"Verfluchtes Amsterdam" [03:10 Uhr, ARD]
(NL 1988 | Dick Maas)

"Schwarzer Engel" [20:15 Uhr, Arte]
(USA 1976 | Brian De Palma)

"Wie angelt man sich einen Millionär?" [20:15 Uhr, 3sat]
(USA 1953 | Jean Negulesco)

"Zeugin der Anklage" [21:40 Uhr, 3sat]
(USA 1957 | Billy Wilder)

"Son of a Gun" [22:10 Uhr, Pro 7]
(AUS, GB, CDN 2014 | Julius Avery)

"Die Fürsten der Dunkelheit" [22:15 Uhr, Tele 5]
(USA 1987 | John Carpenter)

"Mavericks - Lebe deinen Traum" [22:30 Uhr, Sixx]
(USA 2012 | Michael Apted, Curtis Hanson)

"Zu neuen Ufern" [23:30 Uhr, 3sat]
(D 1937 | Douglas Sirk)

rot: besondere Empfehlung vom Autor des Hauses; teils sehr selten oder gar erstmals im TV

[Angaben ohne Gewähr]

Mittwoch, 15. März 2017

"Logan - The Wolverine" [USA 2017]


Aus Wolverine (Hugh Jackman) ist ein Fleischbündel geworden, ein Entrechteter. Inmitten des aufgewirbelten Staubes verkriecht er sich, Siechtum, Sterben. Mit ihm stirbt ein Held, aber kein Freund. "Logan – The Wolverine" ist der Abgesang auf einen großen Freund, meinen großen Freund. Gemäß einer "Umwertung aller Werte" trägt Wolverine, das Tier, und Logan, der Mensch, einen fatalistischen Trauerflor – so wie dieser letzte Film, sein letzter Film, im Begräbnis zu leben scheint. Irgendetwas ist anders, die Krallen schwerer, der Atem vergifteter, der Gang hinkender. Wolverine will nicht, Logan muss. Die Tragödie dahinter ist die, dass das Tier nicht mehr zum Menschen gehören will, aber der Mensch determiniert zum Tier zurückkehren muss. Wieder und wieder. Kann ein Mensch "sein"? Oder "ist" er lediglich jener, der er immer war? Um diese philosophisch-anthropologische Frage dreht sich alles, und "Logan – The Wolverine" verknüpft sowohl humanistische als auch nachdenkliche Deutungsansätze zu einem unerhört schönen Zärtlichkeitsbewusstsein.   

Logan kann seiner Natur nicht abschwören, aber wo vergleichbare Franchise-Filme ihrer Vergänglich- und, schließlich, Vergesslichkeit anheimfallen, ist Vergänglichkeit diesmal der Motor für die Handlung, das Vergessliche für das noch Lebende in einem Whiskey-Klagelied einzustimmen. Hätte sich Sam Peckinpah noch einmal aus dem Grab erhoben, um einen letzten, einen allerletzten Heldenfilm aus dem Wüstensand zu stampfen und gleichzeitig jegliche glorreichen Heldenmechanismen zu zerbröseln, es wäre dieser gewesen: dieser Film, dessen Held (mit allen Ecken und Kanten) niemals den Abspann überleben wird, als würde die Gewissheit über seinen Untergang von vornherein feststehen, trennt die wirklich wichtigen von den wirklich unwichtigen Gesten. In Würde altern. In Würde sterben. Peckinpahs Verlierer und Mangolds Logan verlieren im besten Sinne ihr Leben. Gleichwohl sind sie sich im Augenblick der Auslöschung ihrem Glück bewusst, bis zuletzt etwas "getan" zu haben. Zum Beispiel ihren Job. Das war ihr Ideal. Aber die Wiederkehr kennen beide nicht.   

Somit traut sich "Logan – The Wolverine" eine Vision zu, die Utopie und Dystopie in einem ist, der Sehnsucht nämlich, das Ruppige, Auseinanderdriftende, Entwurzelte eskapistisch aufzubereiten. Andererseits jedoch an kein höheres Sein zu glauben, das Logans unumgänglichen Tod hoffnungsvoll transzendiert. Das Kreuz, es wackelt nicht. Von vor 100 Jahren erinnert sich dieser Film, dort, wo ein Abschied noch beweint wurde, es aber dennoch weitergeht, weitergehen muss. Ein wunderlicher, ein stoischer Blockbuster ist das, dem jede innerlich entspannte Fluffigkeit entgleitet. Fleisch und Blut gehen im wahrsten Wortsinne Hand in Hand, wenn Logan und Laura (Dafne Keen) übrig gelassene, zerstreute wie verstreute Weltpropheten verkörpern. Logans Zerrissenheit veräußerlicht Mangold, indem er Logan einen zweiten (antagonistischen, daher weitaus weniger reflektierten) Logan zur Seite stellt. Inhärent war den "X-Men"-Filmen genau dieser Zwiespalt öffentlichen wie privaten Entblößens, das nun einem Entweichen den Platz freigeräumt hat, dem Entweichen und Entschwinden der großen Tage.

Auch wenn der Film in "naher Zukunft" angesiedelt ist, merkt man davon fast gar nichts. Vielleicht, ein kühner, nicht allzu abwegiger Gedanke, dürfte die Zukunft tatsächlicher abgestorbener sein als die Gegenwart, denn Logan bugsiert Professor X (Patrick Stewart) durch ein skelettiertes Land am Rande der (Comic-)Zivilisation, in dem die Industrie brachliegt, Wasser abgeschöpft wird und der Hauch der Zeit rostet. Umso orgiastischer verleihen die vielen schneidenden Actionsequenzen ihm ein wenig Widerwillen gegen die völlige Abstumpfung des Gemüts. Außer ein paar lakonischen Spitzen, die Jackman gewohnt bärbeißig ausspielt, verkneift es sich Mangold zudem, die Ernsthaftigkeit von der Ironie untergraben zu lassen. Subtil skizziert er Annäherungen, Berührungen, Bewegungen mit der Sensibilität eines Geschichtenonkels, der seine letzte Zeit, die ihm bleibt, als Freund verbringt. "Logan – The Wolverine" wird irgendwann ebenfalls vergessen sein, ohne Kreuz. Aber endlich ist ein "Schluss" auch Schluss, bitter statt schrill, letztgültig, total, und wir durften dem Auflösungsprozess einer Mythologie beiwohnen, die ein wundervolles Gestern erleben durfte.  

7.5 | 10

Sonntag, 12. März 2017

Fernsehtipps Film (13.03. - 19.03.2017)


MONTAG, 13.03.2017

"Django Unchained" [01:15 Uhr, Pro 7]
(USA 2012 | Quentin Tarantino)

"Das fliegende Klassenzimmer" [20:15 Uhr, MDR]
(BRD 1973 | Werner Jacobs)

"Jack in Love" [20:15 Uhr, ONE]
(USA 2010 | Philip Seymour Hoffman)

"Ein Mann zuviel" [20:15 Uhr, Arte]
(F, I 1967 | Constantin Costa-Gavras)

"Pioneer" [22:05 Uhr, Arte]
(N, D, S, F, FIN 2013 | Erik Skjoldbjærg)

"Europe, She Loves" [23:55 Uhr, Arte]
(CH, D 2016 | Jan Gassmann)

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DIENSTAG, 14.03.2017

"Das Mädchen Wadjda" [00:00 Uhr, NDR]
(SAUD, D, USA, VAE, NL, JOR 2012 | Haifaa Al Mansour)

"Der Fremde am See" [00:00 Uhr, WDR]
(F 2013 | Alain Guiraudie)

"Swimming Pool" [20:15 Uhr, 3sat]
(F, GB 2003 | François Ozon)

"American Beauty" [22:15 Uhr, Super RTL]
(USA 1999 | Sam Mendes)

"Bitter Moon" [22:25 Uhr, 3sat]
(F, GB, USA 1992 | Roman Polanski)

"ABBA - Der Film" [22:30 Uhr, BR]
(AUS, S 1977 | Lasse Hallström)

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MITWOCH, 15.03.2017

"Das andere Rom - Sacro Gra" [01:55 Uhr, Arte]
(I, F 2013 | Gianfranco Rosi)

"Mord im Fahrpreis inbegriffen" [20:15 Uhr, Arte]
(F 1965 | Constantin Costa-Gavras)

"Training Day" [22:25 Uhr, Kabel]
(USA, AUS 2001 | Antoine Fuqua)

"Das bessere Leben" [22:25 Uhr, 3sat]
(F, PL, D 2011 | Malgoska Szumowska)

"Vier Nächte mit Anna" [22:40 Uhr, Arte]
(PL, F 2008 | Jerzy Skolimowski)

"Die Zukunft gehört uns" [23:29 Uhr, SWR]
(D 2014 | Marisa Middleton)

"Fever Pitch" [23:30 Uhr, BR]
(GB 1997 | David Evans)

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DONNERSTAG, 16.03.2017

"Shaft" [02:30 Uhr, Kabel]
(USA 1971 | Gordon Parks)

"Staying Alive" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1983 | Sylvester Stallone)

"Iron Man" [20:15 Uhr, VOX]
(USA 2008 | Jon Favreau)

"White Material - Land in Aufruhr" [22:25 Uhr, 3sat]
(F, CAM 2009 | Claire Denis)

"96 Hours - Taken" [22:40 Uhr, VOX]
(F 2008 | Pierre Morel)

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FREITAG, 17.03.2017

"Der Loulou" [00:15 Uhr, RBB]
(F 1980 | Maurice Pialat)

"Cap und Capper" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1981 | Ted Berman, Richard Rich, Art Stevens)

"Zurück in die Zukunft 3" [20:15 Uhr, RTL II]
(USA 1990 | Robert Zemeckis)

"Nymphomaniac 1" [22:35 Uhr, 3sat]
(DK, D, F, B, GB 2013 | Lars von Trier; Kinofassung)

"Fantomas gegen Interpol" [23:35 Uhr, BR]
(F, I 1965 | André Hunebelle)

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SAMSTAG, 18.03.2017

"Backdraft" [00:40 Uhr, RTL II]
(USA 1991 | Ron Howard)

"Das fünfte Element" [20:15 Uhr, Sat. 1]
(F 1997 | Luc Besson)

"Out of Time - Sein Gegner ist die Zeit" [20:15 Uhr, Servus TV]
(USA 2003 | Carl Franklin)

"Sturm" [21:45 Uhr, ONE]
(D, DK, NL, S, BOSN-H 2009 | Hans-Christian Schmid)

"Lonely Hearts Killers" [22:10 Uhr, Servus TV]
(USA, D 2006 | Todd Robinson)

"Der grüne Prinz" [22:30 Uhr, Phoenix]
(D, USA, GB, ISR 2014 | Nadav Shirman)

"Nymphomaniac 2" [22:45 Uhr, 3sat]
((DK, D, F, B, GB 2013 | Lars von Trier; Kinofassung)

"Sieben" [22:50 Uhr, Sat. 1]
(USA 1995 | David Fincher)

"Flucht von Alcatraz" [23:40 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1979 | Don Siegel)

"Crossing Over - Der Traum von Amerika" [23:55 Uhr, ARD]
(USA 2009 | Wayne Kramer)

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SONNTAG, 19.03.2017

"Drive" [00:30 Uhr, MDR]
(USA 2011 | Nicolas Winding Refn)

"Wyatt Earp - Das Leben einer Legende" [01:00 Uhr, ZDF]
(USA 1994 | Lawrence Kasdan)

"Tabu - Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden" [01:00 Uhr, BR]
(Ö, D, F, LUX 2011 | Christoph Stark)

"Verschollen im Bermuda-Dreieck" [01:25 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1977 | Jerry Jameson)

"Hausboot" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1958 | Melville Shavelson)

"Blow Out - Der Tod löscht alle Spuren" [20:15 Uhr, Arte]
(USA 1981 | Brian De Palma)

"Warm Bodies - Zombies mit Herz" [22:50 Uhr, Pro 7]
(USA, CDN 2013 | Jonathan Levine)

"Rosso - Farbe des Todes" [22:55 Uhr, Arte]
(I 1975 | Dario Argento; Director's Cut?)

rot: besondere Empfehlung vom Autor des Hauses; teils sehr selten oder gar erstmals im TV

[Angaben ohne Gewähr]

Freitag, 10. März 2017

"Die versunkene Stadt Z" / "The Lost City of Z" [USA 2016]


Träge sich vorwärtsschleppendes, selten wuchtendes Dschungel-Abenteuer, das anachronistisch und, im besten Sinne, konservativ flehentliche Gefühle beschwört. Beruhigend, dass es Regisseure wie James Gray noch gibt, analoge Formen suchende Filmemacher nämlich, die dem Kino zu sinnlicher Bedeutung, zu altbackener Verzückung verhelfen und sich nicht scheuen, sanftmütig Klischees abzurufen. Charlie Hunman, dem es ein wenig an Fieber und Körperlichkeit fehlt, verliert sich als Forschungsreisender in Boliviens unerforschten Delirien. Gray taktet diese Flussfahrt, die nie im "Fluss" ist, sondern stockt – Abschiedsszene um Abschiedsszene (eine den "Müßiggängern" Fellinis entnommen) –, indem er Beziehungsdualismen zwischen Mann und Frau, Wissenschaft und Aberglaube sowie Größenwahn und Bescheidenheit zu einem historischen Seelenporträt trüb einbrechenden Lichts auskundschaftet, dessen Staub vom Fortschritt gelichtet gehört. Col. Percy Fawcett (Hunman) rekurriert auf einem Prototyp des in strittige Evolutionsfragen vordringenden Getriebenen. Voller kontroverser Brechung vollzieht sich seine Reise an den Grenzgebieten des Menschen, der noch animalisches, noch urnatürliches Wesen ist – genormt von mystischen Ritualen und archaischen Riten, von zeitlicher Stagnation. "Die versunkene Stadt Z" richtet sich an die Filmepen David Leans, an "Apocalypse Now", aber sein Rhythmus ist bedächtiger, weniger schwerer Koloss als Reizpunkte setzender, schläfrig schwingender Amboss. Viel "hängen" aber bleibt an diesem Film nicht. Das ist sowohl seine Schwäche wie Stärke.  

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Sonntag, 5. März 2017

Fernsehtipps Film (06.03. - 12.03.2017)


MONTAG, 06.03.2017

"Searching for Sugar Man" [00:20 Uhr, WDR]
(S, GB, FIN 2012 | Malik Bendjelloul)

"Fluss ohne Wiederkehr" [00:35 Uhr, NDR]
(USA 1954 | Otto Preminger)

"Jagd auf Roter Oktober" [20:15 Uhr, Kabel]
(USA 1990 | John McTiernan)

"Was bleibt" [20:15 Uhr, Arte]
(D 2012 | Hans-Christian Schmid)

"Das freche Mädchen" [21:40 Uhr, Arte]
(F 1985 | Claude Miller)

"Overgames" [23:15 Uhr, Arte]
(D 2015 | Lutz Dammbeck)

"Foxcatcher" [23:25 Uhr, WDR]
(USA 2014 | Bennett Miller)

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DIENSTAG, 07.03.2017

"The Crime" [00:00 Uhr, HR]
(GB 2012 | Nick Love)

"Hero" [21:55 Uhr, RTL Nitro]
(CHINA, HK 2002 | Yimou Zhang)

"House of Flying Daggers" [23:45 Uhr, RTL Nitro]
(CHINA, HK 2004 | Yimou Zhang)

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MITWOCH, 08.03.2017

"Sterne" [00:05 Uhr, MDR]
(DDR, BUL 1959 | Konrad Wolf)

"Caramel" [00:35 Uhr, ARD]
(F, LIBA 2007 | Nadine Labaki)

"We Want Sex" [20:15 Uhr, Arte]
(GB 2010 | Nigel Cole)

"The Help" [20:15 Uhr, Sixx]
(USA, IND, VAE 2011 | Tate Taylor)

"Malala - Ihr Recht auf Bildung" [20:15 Uhr, 3sat]
(USA 2015 | Davis Guggenheim)

"Das Mädchen Hirut" [21:40 Uhr, 3sat]
(ÄTH, USA 2014 | Zeresenay Berhane Mehari)

"3 Zimmer/Küche/Bad" [23:45 Uhr, HR]
(D 2012 | Dietrich Brüggemann)

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DONNERSTAG, 09.03.2017

"Miles and War - Auf den Spuren des Friedens" [00:30 Uhr, SWR]
(CH, D 2013 | Anne Thoma)

"Grease" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1978 | Randal Kleiser)

"Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat" [20:15 Uhr, Kabel]
(USA, D 2008 | Bryan Singer)

"Hedda" [21:50 Uhr, Arte]
(D 2016 | Andreas Kleinert)

"Terminator 2 - Tag der Abrechnung" [22:25 Uhr, VOX]
(USA, F 1991 | James Cameron; Director's Cut?)

"Rückkehr ans Meer" [22:25 Uhr, 3sat]
(F 2009 | François Ozon)

"Die geheimnisvolle Fremde" [22:45 Uhr, RBB]
(F, GB, PL 2011 | Paweł Pawlikowski)

"Falsche Vertraulichkeiten" [23:35 Uhr, Arte]
(F 2016 | Luc Bondy)

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FREITAG, 10.03.2017

"Solness" [01:00 Uhr, Arte]
(D 2015 | Michael Klette)

"Eine Familie wie jede andere" [01:55 Uhr, ARD]
(USA 2010 | Richard Levine)

"Zurück in die Zukunft 2" [20:15 Uhr, RTL II]
(USA 1989 | Robert Zemeckis)

"Die Schöne und das Biest" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1991 | Gary Trousdale Kirk Wise)

"In Time - Deine Zeit läuft ab" [20:15 Uhr, Pro 7]
(USA 2011 | Andrew Niccol)

"Die Farbe des Ozeans" [21:00 Uhr, ARD-alpha]
(D, E 2011 | Maggie Peren)

"Fraktus" [21:05 Uhr, ONE]
(D 2012 | Lars Jessen)

"Die drei Tage des Condor" [22:35 Uhr, 3sat]
(USA 1975 | Sydney Pollack)

"12 Monkeys" [23:30 Uhr, RTL II]
(USA 1995 | Terry Gilliam)

"Die vier Musketiere" [23:35 Uhr, BR]
(GB, PAN, USA, E 1974 | Richard Lester)

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SAMSTAG, 11.03.2017

"Aristocats" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1970 | Wolfgang Reitherman)

"Das siebte Zeichen" [22:05 Uhr, Sat. 1 Gold]
(USA 1988 | Carl Schultz)

"Stromberg - Der Film" [22:15 Uhr, Sixx]
(D 2014 | Arne Feldhusen)

"Das Glück der großen Dinge" [22:50 Uhr, Servus TV]
(USA 2012 | Scott McGehee, David Siegel)

"Grzimek" [23:40 Uhr, ARD]
(D 2015 | Roland Suso Richter)

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SONNTAG, 12.03.2017

"Hanussen" [00:30 Uhr, BR]
(UNG, BRD, Ö 1988 | István Szabó)

"Das Dorf der Verdammten" [01:15 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1995 | John Carpenter)

"Der Chef" [01:25 Uhr, RBB]
(F, I 1972 | Jean-Pierre Melville)

"The Fast and the Furious" [02:25 Uhr, ZDF]
(USA, D 2001 | Rob Cohen)

"Der schnellste Weg zum Jenseits" [04:15 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1968 | David Lowell Rich)

"L.A. Confidential" [20:15 Uhr, Arte]
(USA 1997 | Curtis Hanson)

"Die Addams Family" [20:15 Uhr, Tele 5]
(USA 1991 | Barry Sonnenfeld)

"Singin' in the Rain" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1952 | Stanley Donen, Gene Kelly)

"Ein Geschenk der Götter" [23:35 Uhr, ARD]
(D 2014 | Oliver Haffner)

rot: besondere Empfehlung vom Autor des Hauses; teils sehr selten oder gar erstmals im TV

[Angaben ohne Gewähr]

Mittwoch, 1. März 2017

Gesehenes - Februar 2017


"Game of Thrones" //7
(USA 2016 | Season 6; Verleih-Blu-ray)

Kurzfilm: "Rabbit's Moon" //5
(USA 1950 | Kenneth Anger; YouTube)

Kurzfilm: "Eaux d'artifice" //6
(USA 1953 | Kenneth Anger; UbuWeb)

Kurzfilm: "Invocation of My Demon Brother" //6
(USA 1969 | Kenneth Anger; YouTube)

Kurzfilm: "The Man We Want to Hang" //5
(USA 2002 | Kenneth Anger; YouTube)

Kurzfilm: "L'opéra-mouffe" //5
(F 1958 | Agnès Varda; YouTube)

Kurzfilm: "The Discipline of D.E." //6
(USA 1982 | Gus Van Sant; YouTube)

Kurzfilm: "Bottle Rocket" //5
(USA 1996 | Wes Anderson; YouTube)

Kurzfilm: "De l'origine du XXIe siècle" //6
(F 2000 | Jean-Luc Godard; YouTube)

"Der Kontrakt des Zeichners" //3
(GB 1982 | Peter Greenaway; DVD)

"Ein Z und zwei Nullen" //6
(GB, NL 1985 | Peter Greenaway; DVD)

"Verschwörung der Frauen" //5
(NL, GB 1988 | Peter Greenaway; DVD)

"Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" //7
(F, NL, GB 1989 | Peter Greenaway; DVD)

"La Strada" //6
(I 1954 | Federico Fellini; DVD)

"Die Nächte der Cabiria" //7
(I, F 1957 | Federico Fellini; DVD)

"Nymphomaniac 1" //7.5
(DK, D, F, B, GB 2013 | Lars von Trier; Director's Cut/Blu-ray)

"Nymphomaniac 2" //8.5
(DK, D, F, B, GB 2013 | Lars von Trier; Director's Cut/Blu-ray)

"Wenn die Gondeln Trauer tragen" //6
(I, GB 1973 | Nicolas Roeg; DVD)

"Spuren auf dem Mond" //6
(I 1975 | Luigi Bazzoni, Mario Fanelli; Blu-ray)

"Die Ritter der Kokosnuss" //3
(GB 1975 | Terry Gilliam, Terry Jones; Verleih-Blu-ray)

"Bis ans Ende der Welt" //5
(D, F, AUS 1991 | Wim Wenders; Director's Cut/Verleih-DVD)

"Harte Ziele" //6
(USA 1993 | John Woo; Unrated Fassung/Blu-ray)

"Sudden Death" //6
(USA 1995 | Peter Hyams; Blu-ray)

"The Master" //8
(USA 2012 | Paul Thomas Anderson; Blu-ray)

"Kreuzweg" //6
(D 2014 | Dietrich Brüggemann; TV)

"Predestination" //6
(AUS 2014 | Michael Spierig, Peter Spierig; Verleih-Blu-ray)

"Terminator: Genisys" //3
(USA 2015 | Alan Taylor; Verleih-Blu-ray)

"Raum" //7
(IRL, CDN 2015 | Lenny Abrahamson; Verleih-Blu-ray)

"James Bond 007 - Spectre" //5
(GB 2015 | Sam Mendes; Blu-ray)

"Die versunkene Stadt Z" //6
(USA 2016 | James Gray; Kino)

Sonntag, 26. Februar 2017

Fernsehtipps Film (27.02. - 05.03.2017)


ROSENMONTAG, 27.02.2017

"Kalifornia" [00:25 Uhr, Tele 5]
(USA 1993 | Dominic Sena)

"The Guard - Ein Ire sieht schwarz" [00:35 Uhr, ARD]
(IRL 2011 | John Michael McDonagh)

"Ich bin der Boss - Skandal beim FBI" [02:10 Uhr, ARD]
(USA 1977 | Larry Cohen)

"Tank Girl" [02:25 Uhr, Tele 5]
(USA 1995 | Rachel Talalay)

"Postman" [20:15 Uhr, Kabel]
(USA 1997 | Kevin Costner)

"My One and Only - Auf der Suche nach Mr. Right" [20:15 Uhr, ONE]
(USA 2009 | Richard Loncraine)

"Die Hölle" [20:15 Uhr, Arte]
(F 1994 | Claude Chabrol)

"Operation Casablanca" [21:45 Uhr, 3sat]
(F, CH, CDN 2010 | Laurent Nègre)

"Betty" [21:55 Uhr, Arte]
(F 1992 | Claude Chabrol)

"Zatoichi - Der blinde Samurai" [22:25 Uhr, Tele 5]
(J 2003 | Takeshi Kitano)

"Flucht aus L.A." [23:55 Uhr, Kabel]
(USA 1996 | John Carpenter)

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DIENSTAG, 28.02.2017

"Durchs wilde Kurdistan" [00:00 Uhr, MDR]
(E, BRD 1965 | Franz Josef Gottlieb)

"Hochwürden Don Camillo" [01:35 Uhr, ARD]
(I 1961 | Carmine Gallone)

"Pompeii" [20:15 Uhr, Pro 7 Maxx]
(CDN, D, USA 2014 | Paul W. S. Anderson)

"BAT 21 - Mitten im Feuer" [22:15 Uhr, RTL Nitro]
(USA 1988 | Peter Markle)

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ASCHERMITWOCH, 01.03.2017

"Im Reiche des silbernen Löwen"
[00:05 Uhr, MDR]
(E, BRD 1965 | Franz Josef Gottlieb)

"Robin Hood - König der Diebe" [20:15 Uhr, Kabel]
(USA 1991 | Kevin Reynolds)

"My Sweet Pepper Land" [20:15 Uhr, Arte]
(F, D, IRAK 2013 | Hiner Saleem)

"50/50 - Freunde fürs (Über)Leben" [22:25 Uhr, 3sat]
(USA 2011 | Jonathan Levine)

"Was bleibt, ist die Erinnerung" [23:10 Uhr, Arte]
(CHILE, E, D 2015 | Matías Bize)

"Cloud Atlas" [23:30 Uhr, BR]
(D, USA, HK, SING 2012 | Tom Tykwer, Lilly Wachowski, Lana Wachowski)

"Der fliegende Händler der Provence" [23:30 Uhr, HR]
(F 2007 | Eric Guirado)

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DONNERSTAG, 02.03.2017

"Die Königin von Versailles" [00:50 Uhr, SWR]
(USA, NL, GB, DK 2012 | Lauren Greenfield)

"Birdwatchers - Das Land der roten Menschen" [01:25 Uhr, ARD]
(I, BRA 2008 | Marco Bechis)

"Footloose" [20:15 Uhr, Disney Chan.]
(USA 1984 | Herbert Ross)

"Mädchen im Eis" [22:00 Uhr, Arte]
(D, RUS 2014 | Stefan Krohmer)

"Die Eleganz der Madame Michel" [22:25 Uhr, 3sat]
(F, I 2009 | Mona Achache)

"The Company Men - Gewinn ist nicht alles" [22:45 Uhr, RBB]
(GB, USA 2010 | John Wells)

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FREITAG, 03.03.2017

"Zwei Tage, eine Nacht" [00:20 Uhr, RBB]
(B, F, I 2014 | Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne)

"Vorsicht Sehnsucht" [02:25 Uhr, ARD]
(I, F 2009 | Alain Resnais)

"Die Schwalbe" [20:15 Uhr, Arte]
(CH 2016 | Mano Khalil)

"Zurück in die Zukunft" [20:15 Uhr, RTL II]
(USA 1985 | Robert Zemeckis)

"Pretty Baby" [22:35 Uhr, 3sat]
(USA 1978 | Louis Malle)

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SAMSTAG, 04.03.2017

"The Lego Movie" [20:15 Uhr, Sat. 1]
(USA, AUS 2014 | Phil Lord, Chris Miller)

"Before Midnight" [20:15 Uhr, Servus TV]
(USA 2013 | Richard Linklater)

"Meine Stiefmutter ist ein Alien" [20:15 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1988 | Richard Benjamin)

"Der Krieg des Charlie Wilson" [21:55 Uhr, ZDF NEO]
(USA 2007 | Mike Nichols)

"Das tote Mädchen" [22:15 Uhr, Servus TV]
(USA 2006 | Karen Moncrieff)

"Bei Anruf - Mord!" [22:15 Uhr, Sat. 1 Gold]
(USA 1954 | Alfred Hitchcock)

"Fear - Wenn Liebe Angst macht" [23:25 Uhr, ZDF NEO]
(USA 1996 | James Foley)

"Vier im roten Kreis" [23:50 Uhr, RBB]
(F, I 1970 | Jean-Pierre Melville)

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SONNTAG, 05.03.2017

"Jede Sekunde zählt - Mindhunters" [00:15 Uhr, Sat. 1]
(USA, NL, GB, FIN 2004 | Renny Harlin)

"Orphan - Das Waisenkind" [00:35 Uhr, Pro 7]
(USA, CDN, D, F 2009 | Jaume Collet-Serra)

"The Limits of Control" [03:20 Uhr, ARD]
(USA 2009 | Jim Jarmusch)

"Looper" [03:50 Uhr, VOX]
(USA, CHINA 2012 | Rian Johnson)

"Die Welle" [20:15 Uhr, RTL II]
(D 2008 | Dennis Gansel)

"Die Zehn Gebote" [20:15 Uhr, Arte]
(USA 1956 | Cecil B. DeMille)

"Carrie - Des Satans jüngste Tochter" [22:25 Uhr, Tele 5]
(USA 1976 | Brian De Palma)

rot: besondere Empfehlung vom Autor des Hauses; teils sehr selten oder gar erstmals im TV

[Angaben ohne Gewähr]

Mittwoch, 22. Februar 2017

"Das Narrenschiff" / "Ship of Fools" [USA 1965]


Zu Beginn wendet sich der scharfsinnige Zwerg Michael Dunn zu uns, dem Publikum. Vielleicht erkenne sich der ein oder andere in jenem Schiffspersonal, mit dem wir eine fast zweieinhalbstündige Reise antreten, offenbart er. Er hätte auch sagen können: "Endlich haben Sie es geschafft, die erste Schicht Erde abzutragen, um auf diesen Rohdiamanten zu stoßen." Bis vor kurzem spielte "Das Narrenschiff" trotz einer jegliche Naht sprengenden Besetzung keine große Rolle, als der Film endlich das Licht des Bewusstseins auf einer deutschen DVD erblickte. Weil Michael Dunn kleinwüchsig ist, passt es umso lakonischer, dass Stanley Kramer einen reinen, psychologisch höchst raffinierten Schauspielerfilm im Auge hatte, der eine romantisch-utopische Erbauungsfantasie spinnt, zugleich aber die "kleinen", niederträchtigen Frustrationen einer jeden Klassenideologie bloßlegt. Stellenweise nähert sich das "Narrenschiff" zwar dem "Traumschiff": Besitztum, zarte Liebesgeständnisse, ein Hauch Kitsch. Aber, und darauf sei insbesondere in Hinsicht auf Kramers früher erschienenen, breiter angelegten "Das Urteil von Nürnberg" hingewiesen, erforscht der Film die Voraussetzungen im gut situierten Bürgertum, auf welchem Nährboden antisemitische Tendenzen fußten. Als historische Studie eignet sich "Das Narrenschiff" dennoch kaum – zu überzeichnet drehen, beispielsweise, ein urgewaltiger Lee Marvin (eine "Type"), ein absolutistischer José Ferrer sowie ein naiver Heinz Rühmann am Schiffssteuer, wodurch erquicklich die Wellen schäumen.   

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